Badische Meile 2013

Der Lauf über 8,88889 km jährte sich am vergangenen Sonntag zum 24. Mal. Da meine alte Bestmarke von 42:27 min über diese Distanz aus dem Jahr 2001 ja zwischenzeitlich fast schon „Spinnenhuddeln“ hatte, musste diese nun endlich mal korrigiert werden. Die guten Form sollte man ja bekanntlich nicht verschenken also kam die Badische Meile genau recht. Erst eine Woche nach dem Marathon war das vielleicht ein bisschen früh, allerdings fühlte ich mich gut erholt und hatte auch keine muskulären Schmerzen mehr, also… Feuer frei!

Der Samstag mit den Mini – Schülerläufen

Zuerst einmal wurden am Samstag die Mini – und Schülerläufe ausgetragen. Da unsere beiden Töchter (8 + 12 Jahre)  zwischenzeitlich durch den Papa „Marathonluft“ schnupperten, wollten die beiden da unbedingt mitlaufen. Unsere Kleine schlug sogar eine Einladung zum Kindergeburtstag aus. Wow…!!! Der Tag begann regnerisch so dass wir haderten ob wir überhaupt zum Start gehen sollten. Der Herrgott zeigte aber Einsicht, so dass dem Start nichts mehr entgegen stand. Kurz noch die Startnummern geholt und dann ging es auch schon los. Zuerst die Minis bis Jahrgang 2004. Melissa, die sonst kein Blatt vor den Mund nimmt hatte dann doch etwas Bammel vor dem Lauf aber mit einer 1:55 min auf die 388,9 Meter was einem respektablen 4:54 min/km oder 12,3 km/h entspricht lief Sie souverän ganz ohne Training auf den 161. Platz von insgesamt 378 Startern. Das sie mir zwischendurch noch in die Kamera lächelte zeigt dass noch Luft nach oben war…aber hey, Hauptsache Spaß!

Nun waren die Schülerläufe an der Reihe. Vanessa zog profihaft nochmals ihre Schnürsenkel fest und ab ging´s zum Start. Durch eine vorausgegangene Verletzung war sie konditionell nicht ganz aufder Höhe aber von einer Deutschen Meisterin Karnevalistischen Schautanz sollte man ja was erwarten können J. Die Distanz der Schüler von 1288,9 Meter über eine leicht profilierte Strecke außerhalb des Stadions. Nun ja, nach dem die Läuferinnen und Läufer das Stadion verließen positionierte ich mich auf der Gegengengeraden um ein paar schöne Bilder zu machen. Als dann die ersten Läuferinnen kamen und ich unser Töchterlein auch nach einer Weile nicht sah hoffte ich nur noch das unsere Gardetänzerin den Rundkurs nicht marschiert sondern läuft J. Den Gedanken soeben zu Ende gesponnen, sehe ich sich schon von weitem mit verzerrtem Gesicht in die Schlussrunde ins Stadion einbiegen. In einem 4:57er Schnitt über die 1288,9 Meter und einer Zielzeit von 6:22  min erreichte Sie den 101. Platz. Die Tränen wegen des Seitenstechens wichen dann aber auch wieder ganz schnell der Freude und dem Stolz über das Erreichte.

Der Sonntag

Nachdem unsere Mädels am Samstag gut vorgelegt hatten, wollte ich natürlich in nichts nachstehen  und visierte bei strahlend blauem Himmel (es war fast schon zu warm) eine neue Bestzeit an. Ich freute mich besonders auf Marcus, der zwar immer noch an seiner Verletzung laboriert, sich aber nicht lumpen ließ. Er wollte bei „seinem“ Rennen unbedingt dabei sein, um die 41“ aus dem letzten Jahr zu pulverisieren. Wegen zu später Anmeldung bekam ich leider keinen Platz mehr im Elitefeld (300 Läufer). Ich versuchte mich also beim Start ziemlich vorne nach der „Elite“ einzuordnen, was aufgrund des Teilnehmerrekords von über 5000 Läufern ziemlich schwierig war. Ehe ich mich versah war meine gutgeglaubte Position auch schon wieder weg. Kam waren die Kickbiker gestartet strömten auch schon die Läufer von links und rechts in den freigewordenen Bereich. Nun stand ich also in Mitten der „45min Läufer“ L.

Naja, der Startschuss knallte und nach einer geschlagenen Minute durfte auch ich die Startlinie überqueren. Die ersten 1,5 Kilometer bestanden daraus nach geeigneten Lücken zu suchen um schneller voran zukommen evtl. doch noch an die angepeilten 36 Minuten zu kommen. Ein riskanter Blick auf meine Garmin 305 offenbarte mir einen 5: 18er Schnitt…phuuu so wurde das nix, also was soll´s ausgeschert auf den Grünstreifen und an den Bahngleisen entlang nahm ich endlich Fahrt auf.

Bei Kilometer 2 konnte ich endlich „frei“ laufen und klatschte gleich mal eine 3:45 im folgenden Kilometer auf den Karlsruher Asphalt. Das Naturkundemuseum passieren wir bei Kilometer 4 und die Temperaturen von um die 20 °C machten sich bemerkbar. Für die nächsten beiden Kilometerabschnitte plante ich ein wenig Tempo heraus zu nehmen um gegen Ende nochmal richtig Feuer zu geben. Mit einer 4:07 min/km und einer 4:10min/km konnte ich ein wenig Kraft sammeln.

Diese war dann auf den letzten 3 Kilometern auch bitter nötig. Die Feuerwehr hatte sogar eine „Dusche“ aufgestellt unter der man sich kurz erfrischen konnte. Jetzt noch einmal quer durch Beiertheim und dann hinunter an die Alb. Der letzte Kilometer hatte es dann nochmals in sich, vor dem spektakulären Einlauf ins Beiertheimer Stadion musste noch der „Heartbreak Hill“ bezwungen werden. Dieser fiese kurze Anstieg zwang doch noch mal den einen oder anderen zum Gehen. Dann hieß es aber endlich laufen lassen und den Zieleinlauf genießen. In 34:46 Minuten lief ich mit einem gezwungenen Lächeln über die Ziellinie.

Mit einer Pace von 3:55min/km erreichte ich am Ende den 153. Gesamtplatz. Diesen musste ich mir zwar mit einem anderen Läufer teilen, das hieß aber auch dass ich im nächsten Jahr automatisch aus dem „Eliteblock“ (Top 200 aus dem Vorjahr) starten werde. Sau cool… J Marcus hatte ich in dem Finishergewusel leider nicht mehr gefunden, aber mit einer 39:40 min blieb auch er deutlich unter seiner alten Bestmarke. Glückwunsch! Ein erfolgreiches Wochenende ging für die Neuweilers zu Ende. Im nächsten Jahr werden wir mal kräftig die Familienstaffel über 4 x 400 Meter aufmischen….In diesem Sinne……keep on RunningWolle

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