Wir schreiben heute den 30. Mai 2013 und ich schreibe diesen Bericht bei sonnigen 15°C. Unsere elektronische Wetterstation weigert sich inzwischen die Außentemperatur anzuzeigen. Am Dienstag hatten wir uns im Holiday Park noch einen Sonnenbrand geholt und gestern startete ich bei gefühlten 8 °C und Dauerregen in ein hochintensives anaerobes Intervall – Training, die 15 x 400m. Die Sommerregeneration (sofern der genannte dieses Jahr überhaupt noch kommt) ist zwar nicht mehr weit aber es stehen  bei mir auch im Juni und Juli noch einige 10 Kilometerrennen auf dem  Wettkampfplanplan.

Die heutige Einheit ist zwar sehr hart aber so ist das nun mal, im Winter wird die Ausdauer trainiert und im Sommer eben die Schnelligkeit. Wenn man sich fragt warum man bereits jetzt wieder schnell laufen bzw. trainieren soll, obwohl erst Ende Oktober der nächste Marathon ist, dann zerstreut Peter Greif alle Zweifel mit dem Wissen dass die Fähigkeit zum schnellen Laufen in über mehr als 12 Jahren entwickelt wird. Da ich auch mit 50 Jahren noch „vorne“ dabei sein möchte, und nicht nur im Feld „mittrudeln“ will, gehorche ich dem lieben Peter und ziehe das vorgegebene Training auch bei Schietwetter voll durch.

Infos zum Training: Das Tempotraining erfolgt also in intervallartigen Belastungen. Schnelle Laufabschnitte wechseln sich mit langsamen Trab- oder Gehpausen. Die Erholungsphase ist jedoch unvollständig. Die Pausen sind relativ kurz, der Körper kann die Energiereserven nicht vollständig wieder herstellen. Der Körper schöpft seine Vorräte immer weiter aus. Hier liegt jedoch die Effektivität des Intervalltrainings. Denn die fast vollständige Entleerung der Speicher ermöglicht eine Wiederauffüllung der Energiedepots über das vorherige Niveau. Muskelzellen und Leber als Hauptspeicherquellen des Energieträgers Glykogen haben die Besonderheit, nach dem Training nicht nur die Menge der verbrauchten Energie, sondern speichern mehr Energie als zuvor. Die Energiequellen werden vergrößert; bei erneuter Belastung erfolgt die Ermüdung zu einem späteren Zeitpunkt. Das hat zur Konsequenz dass die Leistungsfähigkeit steigt. Die Wahl des optimalen Lauftempos und der Pausenlänge muss aber sehr sensibel erfolgen. Wer diese Fähigkeit besitzt, hat einen großen Vorteil. Man sollte nie das Höchsttempo während der Belastung laufen. Etwa 80 bis 95 Prozent vom maximalen Tempovermögen sind hier ausreichend.

So und nun freue ich mich auf die nächsten zwei regenreichen Tage an denen ich meine „Wetterhärte“ und die Grundlagenausdauer mit 18 km am Freitag und mit 25 km am Samstag trainieren werde. In diesem Sinne….Keep on RunningWolle!

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