Der Altstadtlauf in Ettlingen ging am letzten Freitag in seine 10. Runde, da wollte ich natürlich nicht fehlen. Wegen des Jubiläums waren auch einige Bekanntheiten unter anderem der ehemalige Ironman-Sieger auf Hawaii Thomas Hellriegel und der aktuell zweitbeste deutsche Marathonläufer Sören Kah mit dabei, um in einer Promistaffel gegeneinander anzutreten. Meine Mission war klar, ich wollte nun unbedingt meine alte 10 km Bestzeit aus 2012 über 41:06 min pulverisieren.

[singlepic id=188 w=320 h=240 float=right]Da der Lauf wie erwähnt am Freitag stattfand ging es direkt nach der Arbeit in Richtung Ettlinger Stadtgarten. Was mir sofort auffiel war die wirklich gute Atmosphäre bei den Helferinnen und Helfern. Nachdem ich meine Startnummer in der „Volksbankarena“ abgeholt hatte ging ich zu der im Stadtgarten aufgebauten Tribüne wo soeben die Begrüßung der lokalen und sportlichen Prominenz stattfand. Nachdem die Sportler die Bühne wieder verließen, nutzte ich die Gelegenheit und bat Sören Kah um ein gemeinsames Foto. Locker und entspannt stimmte er zu und wir wechselten dabei auch noch ein paar Worte. Am 28. Oktober werden wir uns beim Frankfurt Marathon wieder sehen allerdings wird er wohl schon geduscht haben bis ich ins Ziel komme 😉

Um 19:30h war es dann soweit, hochmotiviert startete ich aus der 2. Reihe. Dieses Mal wollte ich mich strickt an mein geplantes Tempo (4:03min/km) halten. Als der erste Blick auf meine Forerunner 305 fiel musste ich mit Erschrecken feststellen…wieder mal zu schnell …3:30 min/km werde ich nicht durchstehen. Der Gaul war erneut mit mir durchgegangen.

Die 1. Kilometertafel erreiche ich nach 3:53 Minuten. Das anfänglich zu hohe Tempo habe ich zwischenzeitlich etwas reduziert. Bis jetzt fühle ich mich sehr gut.

In einer 3er Gruppe passiere ich auf der Pforzheimer Straße leicht abschüssig den 2. Kilometer nach 3:53 Minuten. Ich muss mich zügeln um nicht schneller zu laufen. Eigentlich heißt es „wenn’s läuft, lass laufen“ aber ich habe den leichten Anstieg auf der anderen Seite der Alb im Hinterkopf.

Nun geht es hinein in die Fußgängerzone und rauf aufs Kopfsteinpflaster. Die vielen Zuschauer auf diesem Teil der Strecke motivieren mich und ich lasse mich wieder zu einem zu schnellen 3. Kilometer hinreißen…3:50 Minuten…hoffentlich geht das gut.

Nächste Runde und wieder den leichten Anstieg bis zum Albgaubad. Mit einer 4:09 auf Kilometer 4 lasse ich plötzlich Federn.  Ich versuche noch ein wenig Tempo rauszunehmen um dann am Ende der zweiten Runde wieder Gas zu geben.  Jetzt wieder leicht „bergab“ auf der Pforzheimer Straße und bei Kilometer 5 steht eine Gesamtzeit von 20:03 Minuten.

Jetzt muss ich wieder ran an die Buletten über Marktplatz angefeuert von den Zuschauern bleiben bei Kilometer 6 und 7 jeweils 4:01 Minuten pro Kilometer stehen. Inzwischen schlägt mir das Herz bis zum Hals aber ich will es heute unbedingt schaffen.

Zum letzten Mal „bergauf“ ich versuche nochmals Kraft für den Endspurt zu sammeln. Das Resultat ist eine Zeit von 4:13 Minuten auf dem 8. Kilometer. Jetzt aber…ich nehme  die Beine in die Hände und laufe was ich noch kann…egal jetzt.

Kilometer 9 und 4:02 stehen auf der Uhr, ich spüre dass ich eine neue Bestzeit schaffen kann und kriege schon mal Gänsehaut unter den Anfeuerungsrufen durch die Altstadt. Jetzt noch eine Kurve in Richtung Ziel, von weitem sehe ich die Digitaluhr hinter dem Zielbogen von 39:59 auf 40:00 umspringen. Ich höre meinen Kumpel Marcus, der extra gekommen war um mich anzufeuern, push…push…push… mein Puls ist auf 180 und ein „Siegerlächeln“ ist leider nicht mehr drin aber meine Garmin bekommt den Druck meines Fingers bei exakt 40:21,4 Minuten zu spüren. Geschafft!!!! Neue persönliche Bestzeit!!!

[singlepic id=193 w=320 h=240 float=left]Hinter der Ziellinie nutze ich eine Grünfläche und sinke mit 2 Getränkebechern darnieder…dann kommt Marcus und sagt: Hey hast du mich nicht gehört? Ich habe „Push“ geschrien… Warum bist du nicht schneller gelaufen? Du hättest heute die 40 Minuten knacken können….Naja, er hat nicht unrecht. Bei einer besseren Renneinteilung wäre vielleicht noch mehr drin gewesen aber andererseits bleibt so die Motivation für das nächste Rennen. Ach ja, für einen Platz in die Top 40 fehlten mir 16 Sekunden, Ettlingen ich komme wieder….in diesem Sinne…. Keep on RunningWolle ![nggallery id=16]

 

 

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