Sich mitten in der Marathonvorbereitung in den Jahresurlaub zu verabschieden war für mich Fluch und Segen zugleich. Da trainierst du und machst und tust, dass in Frankfurt am Ende ja was Vernünftiges rauskommt und dann kommt da plötzlich der Urlaub um die Ecke. Mir war klar, dass ich aufgrund der Topographie des Eilands mich vom „normalen“ Trainingsprogramm verabschieden musste und mein eigenes Ding auf der Insel machen werde.

Die Ankunft im Hotel war ernüchternd, nicht wegen des selbigen sondern eher wegen der Lage. Das RIU-Resort liegt hoch oben auf dem Steilfelsen von Puerto Rico in ca. 180 Meter Höhe, das hieß erst mal bergab laufen, damit es im Anschluss daran über „kleinere Erhebungen“ zum Schluss der Runde wieder steil bergauf gehen konnte. …phuuu das war für mich eine ganz neue Erfahrung.

[singlepic id=263 w=320 h=240 float=right]Nichts desto trotz habe ich die morgendlichen Läufe vor dem Frühstück vom Dunkeln in den Sonnenaufgang laufend wirklich sehr genossen. Nach meinem ersten Berglauf über 7,5 km hatte ich am nächsten Morgen dermaßen Muskelkater in der Gesäßmuskulatur dass ich mir überlegt hatte  stehend zu frühstücken, hab dann aber doch die A…backen zusammen gepfetzt und mich hingesetzt.  Das Laufen vor dem Frühstück war die ersten beiden Male auch sehr ungewohnt und ich hatte das Gefühl von Kraftlosigkeit aber auch das hat sich mit jedem weiteren Lauf gelegt. Bei meinen Läufen in einem Schnitt von 5:30 – 5:45 Minuten pro Kilometer ging der Puls bei den Bergauf Passagen bis fast 170 Schläge pro Minute, das war so viel wie mein Durschnittspuls beim letzten 10km Rennen![singlepic id=272 w=320 h=240 float=left]

Da aber ja klar ist, dass schnell laufen von schnell laufen kommt habe ich eine Trainingseinheit am Nachmittag auf das Laufband verlegt und dort einen Tempolauf über 10km im Fitnessraum auf der Poolterrasse absolviert, was von den anderen Urlaubsgästen ob der hohen Temperaturen und der fehlenden Klimaanlage mit verzweifeltem Kopfschütteln kommentiert wurde. Nichts anderes hatte ich erwartet aber wo man die Motivation dafür hernimmt kannst du „Nichtläufern“ einfach nicht erklären.  Im Prinzip hatte ich gehofft dass zwar weniger geringen Umfänge jedoch aber das laufen in den Bergen mir einen weiteren Schub im Hinblick auf den Frankfurt Marathon geben würde, hatte aber mangels Erfahrung doch starke Zweifel. Nun ja, jeder Urlaub geht einmal zu Ende und ehe du dich versiehst läufst du wieder auf alten Pfaden.

[singlepic id=276 w=320 h=240 float=right]So auch am vergangenen Montag als ich wieder den Greifschen Trainingsplan zu Grunde legte und mich aufmachte um die 4 x 4000m in 4:10min/km  zu absolvieren. Leute was soll ich sagen, meine schlimmsten Befürchtungen waren wie weggeblasen, ich musste mich anfangs sogar bremsen um nicht völlig abzuheben 🙂. Ganz ehrlich es lief wie geschmiert, alle 4 Intervalle konnte ich ohne Probleme durchlaufen. Als Zuckerle gab es im Anschluss sogar noch das allseits geliebte Testotraining. Anscheinend hat es sich ausgezahlt einfach mal aus dem Trainingsalltag auszubrechen und sein „eigenes Ding“ zu machen.  Jetzt freue ich mich auf die Highlights im Herbst die morgen mit meinem letzten offiziellen 10er in diesem Jahr beim Stadtwerkelauf in Karlsruhe beginnen und mit dem Frankfurt Marathon am 27. Oktober enden. In diesem Sinne…..Keep on RunningWolle![nggallery id=23]

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