Recht kurzfristig hatte ich mich mit 2 Mitstreitern vom Chicken Express Running-Team dazu entschlossen beim diesjährigen Dreikönigslauf in Dielheim zu starten. Da auf meinem Greifschen Trainingsplan für den Montag sowieso ein 10 km Testlauf stand, passte das also hervorragend. Während unsere Familien den Feiertag ausnutzten und noch friedlich in ihren Betten schliefen, machten sich die „Three Holy Kings“ (Edy, Marcus und ich)in aller Herrgotts Früh in Richtung Dielheim bei Wiesloch auf um an jenem Traditionslauf bei zu wohnen. Der Stern hatte uns leider nicht geführt aber auch Edy´s Navi hat uns tadellos bis zum Sport Park nach Dielheim geführt. Wir waren dieses Mal zeitig dran, so dass wir uns gemütlich zur Suche nach der Startnummernausgabe aufmachten. Im Foyer der Kulturhalle fanden wir zwar kein Jesuskind aber ein reges Treiben verriet uns hier sind wir richtig. Da uns Gold, Weihrauch und Myrrhen bereits im Vorfeld vom Konto abgebucht wurden, nahmen wir  nur noch unsere Startnummern und den Segen der Organisationsleitung entgegen.

Frei nach dem Motto „Koffein macht Läufern Beine“ ließen wir uns in der Halle auf der Bestuhlung nieder und schlürften noch gemütlich ein Käffchen hinunter. So langsam hieß es dann fertig machen, so machten wir uns also auf den Weg zum Start. Marcus war es wie immer viel zu kalt, auch zwei Mal 400 Meter auf dem Stadionrund halfen ihm nicht wirklich. Noch 2 Minuten…abgeklatscht…und los ging`s.

In der Ausschreibung hieß es ebene asphaltierte Strecke

Völlig ohne Druck und Erwartungshaltung ging ich in das Rennen. Laut Trainer wäre eine Formerwartung von  42:20 Minuten für diesen Trainingszeitraum „überragende Frühform“…dies sollte doch auf jeden Fall zu schaffen sein. In der Ausschreibung hieß es ebene asphaltierte Strecke…naja asphaltiert ja aber eben? Was man ebenso unter eben verstehen kann. Nachdem sich das Feld in Gang gesetzt hatte ging es zuerst ein Stück bergab, worauf es kurz danach nach rechts und bergauf ging, dann wieder links bergab und …jawohl wieder rechts bergauf. Beschäftigt mit dem ganzen hin und her und hoch und runter blickte ich das erste Mal nach 3:50 Minuten auf meine FR305 und zack…da war auch schon der 1. Kilometer vorbei. Mit einer Zeit von unter 41 Minuten hatte ich eigentlich gerechnet aber wenn ich so weiterlaufen würde dann…hmmm???

Nach der 2. Kilometermarke ging es dann auf einem schönen ebenen Radweg in Richtung Horrenberg, wo sich der Wendepunkt der Strecke befand. Die Kilometer 2-5 lief ich mit 4:02 – 4:03 – 4:04 und 4:01 im strammen Tempo aber nicht ganz am Limit. Den „Anstieg“ zum 5. Kilometer konnte ich gut wegstecken und lief in einer kleinen Gruppe von 4-5 Mann wieder zurück. Eine Erholung gab es nicht, jetzt hieß es dranbleiben. Bei Kilometer 6 den im 4:01 Schnitt hinter mir ließ, kam mir schon Edy entgegen…ich hatte ihn eigentlich erst etwas später erwartet, er schien also gut unterwegs zu sein.  Die Kilometerabschnitte 7 und 8 liefen richtig gut, flache Strecke und 2 Läufer um mich die nicht nachließen. Das Ergebnis waren 3:55 und 3:57 Minuten.

Das war auch gut so, denn nun folgte der letzte Abschnitt des Rennens durch den Ort. Zuerst kam eine nicht enden wollende gerade leicht bergauf, dann wieder rechts, links, rechts, links, bergauf, bergab und dann war auch schon der Sport Park samt Zieleinlauf in Sicht. Nochmal die letzten Kräfte mobilisiert, dann die letzten Meter auf der Bahn und nach 40:29 Minuten offizieller Zeit durchs Ziel. Irgendwie war die Strecke mal wieder um 130 Meter länger, sonst wäre das Ergebnis mit tatsächlichen 40:01 Minuten über 10 km eine Wahnsinnsleistung für diesen Zeitpunkt gewesen, in dem im Training noch die Ausdauerläufe überwiegen. Allerdings lag ich auch so noch gut 2 Minuten unter dem was eigentlich laut Trainingsplan gefordert war. Das Läuferjahr 2014 lässt sich bisweilen also richtig gut an. Die Form von Marcus lässt indes noch nicht so ganz beziffern denn er hatte ab  Kilometer 4 ein Problem dessen er sich erst nach Zielankunft in der Bedürfnisanstalt entledigen konnte. Dennoch hat er das Ziel mit großem Empfang durch den Stadionsprecher nach 48:51 Minuten erreicht.

Für die Überraschung des Tages war jedoch unser Edy „The Eagle“ zuständig. Vor 10 Tagen beim Forchheimer Silvesterlauf verwehrten ihm noch 6 Sekunden den großen Schritt unter 60 Minuten zu laufen und in nun, ja da haut es mich fast aus den Socken…er fliegt nach 57:36 Minuten über die Ziellinie und pulverisiert seine alte Bestzeit Zeit um sagenhafte 2 ½ Minuten. Wahnsinn!!!  Da bleibt mir nur noch eins zu sagen:

                                                                                                                                

 In diesem Sinne ….Keep on RunningWolle!                                                                                                                                   

 

 

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