Lange war es geplant,  dann noch über 9 Monate gewartet…..hat´s vielleicht der Storch gebracht? Egal,  denn jetzt ist er endlich da, unser Familienzuwachs! Die Geburt war wirklich sehr, sehr schwer, Claudi hat furchtbar gelitten. Inzwischen ist Sie zwar wieder wohlauf aber die nun folgenden Wochen und Monate werden für Sie auch nicht ganz einfach werden.  Zu allem Übel haben wir für das Kind auch noch keinen Namen…nun ja, wir wussten halt auch bis zum Schluss auch nicht ob es Männlein oder Weiblein werden wird. Aber jetzt sind wir alle heil froh dass letztlich alles ohne größere Komplikationen über die Bühne gegangen ist. Letzten Freitag  war es dann endgültig soweit, die letzten Untersuchungen waren durchweg positiv, nochmal wurden die empfindlichen Stellen frisch geölt und um Glockenschlag 18.00 Uhr konnten wir mit großer Freude und Tränen in den Augen unser neues Familienmitglied in unserem trauten Heim begrüßen.

Am Ende war ich wirklich platt!

Wir schreiben den 28. Juli 2013, es ist 10 Uhr morgens und ich kämpfe mich mit meinem Mountainbike unterm Hintern beim Duathlon in Graben (5km Laufen 35 km Rad 5 km Laufen) über den Asphalt.Mein Vorsprung den ich auf der ersten 5 km Etappe beim Laufen herausgeholt habe schmilzt innerhalb von wenigen Minuten dahin. Ich kann trotz enormer Anstrengung die Pace der Rennradler nicht wirklich mitgehen. Sie ziehen fast alle so pö a pö an mir vorbei. Es ist einfach deprimierend. Es soll ja eigentlich nur eine erste Erfahrung in Sachen Duathlon sein aber es macht Spaß und der Ehrgeiz hat mich gepackt.  Ich will mehr! 35 Kilometer lang ist die Strecke, die mit dem Rad zu bewältigen ist und mindestens alle 5 Minuten aber auch immer dann wenn mich wieder einer/eine überholt denke ich „ach wenn ich doch nur ein Rennrad hätte“.  Am Ende war ich wirklich platt! Zwar konnte ich immer noch 17 Athleten hinter mir lassen und war auch stolz es geschafft zu haben aber für mich war schnell klar „ich komme wieder nach Graben aber dann mit einem Rennrad“ ….und dann meiner Freunde schnallt euch an…. 🙂 

Jetzt ist es also Wirklichkeit geworden, unser neues Familienmitglied, mein „neues“ Rennrad ist da! Juhhuuu kann ich da nur sagen. Sehr harte Verhandlungen mit meiner Frau gingen voraus bis wir dann doch einen Mittelweg gefunden haben.  Natürlich träume auch ich von einer High-End-Rennmaschine wie z. B. dem Cervélo Rca…jedoch könnte ich für das Geld auch einen Kleinwagen kaufen oder eine Weltreise mit der Familie machen, selbst für ein „normales“ gutes Rennrad kann man ohne großes Trallala schnell weit über 1.000 EUR ausgeben. Das alle war jetzt einfach nicht drin aber ich wollte trotzdem ein gutes Rennrad, das nach Verhandlungen mit der Opposition nicht mehr als 500.- EUR kosten durfte…also was nun??? Ein neues aus dem Ottokatalog(ja gibt es)….oder vielleicht ein gebrauchtes bei Ebay? Was aber wenn es zu groß, zu klein oder nicht in dem Zustand wie beschrieben ist? Das alles war gar nicht so einfach.

Nach einiger Recherche im Internet bin ich schließlich fündig geworden, und zwar beim Radler Martin, einer unscheinbaren Fahrradwerkstatt mitten in Karlsruhe. Hier werden unter anderem auch gebrauchte Räder angeboten. Probefahren übers Wochenende auch kein Problem, toller Laden mit Fachkundigem Personal.  Doch auch hier war das Angebot in meiner Preisklasse recht überschaubar, um ehrlich  zu sein gab es nur eins! Umso glücklicher war ich das genau dieses Rad mir wie auf den Leib geschneidert war. Nach einer fachmännischen Beratung und einer kleinen Probefahrt entschloss ich mich, das Rad übers Wochenende zu aus zu leihen und bei einem kleinen Ausritt über 50 Kilometer zu testen. Gesagt getan…das gute Stück lief trotz seines inzwischen doch fortgeschrittenen Alters wie geschmiert. Ich denke wir beide passen super zusammen.

Wir freuen uns jetzt schon beide auf unseren gemeinsamen zweiten Frühling.

Bei dem Bike handelt es sich um einen italienischer Klassiker, es ist zwischen 25 – 30 Jahre alt. Die Fahrradkomponenten, wie z. B. Schaltwerk, Schalthebel, Bremsanlage, Kurbel und Naben sind von der japanischen Marke Suntour, die in den 80er/90er Jahren neben Shimano eines der führenden Unternehmen für Fahrradkomponenten waren. Eine neue Kette sowie fast neue Reifen und eine perfekt eingestellte Schaltung sollten das Rad zu meinem idealen Begleiter für die anstehenden Duathlons, Triathlons und Radmarathons machen. Mit einem Gewicht von 8,9 Kg ist das Rad noch leichter als manch aktuelle Rennmaschine. Wir beide haben also viele Gemeinsamkeiten, beide sind wir nicht mehr taufrisch, haben hier und da ein paar Gebrauchsspuren aber die wichtigsten Komponenten funktionieren tadellos. Wir freuen uns jetzt schon beide auf unseren gemeinsamen zweiten Frühling.

In diesem Sinne….Keep on BikingWolle!

 

 

 

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