Tja….40 Minuten sind die magische Grenze für Läufer bei der Distanz von 10 km. Jeder ambitionierte Läufer stößt früher oder später an diese und will sie „knacken“, so auch ich. Am Samstag startete  in Maximiliansau mit 425 Teilnehmern die 1. Runde des PSD-LaufCup 2014. Der Chicken Express war an diesem Nachmittag mit Marcus, Edy „The Terrier“, Uwe und meiner Wenigkeit bei leicht schwülen 20 °C am Start. Aufgrund der direkten Marathonvorbereitung auf den Regensburg Marathon kam ich wegen des Wettkampfs am Samstag leicht in die Predulie, denn eigentlich stand ein langer Trainingslauf über 30 – 35 KM auf dem Plan. Verschieben auf Sonntag ging an diesem WE aber auch nicht. Also war guter Rat teuer…Die einzige Möglichkeit war morgens 20-25 Km locker zu laufen und am Nachmittag die Endbeschleunigung (2. Teil des Trainings) in den Volkslauf Maximiliansau zu integrieren.

Gesagt getan, nach dem Frühstück ging es auf eine lockere 25 Km Runde im 5:15er Schnitt. Ich hatte mich extra zurückgehalten um später noch genug Reserven für den Wettkampf zu haben. Der erste 10 KM Lauf des PSD-LaufCup`s sollte ja auch der Tag werden an dem ich in den erlauchten Kreis der sub 40er eintauchen wollte. Ob mir dieses Vorhaben gelingen würde?

Kaffee

Der obligatorische Kaffee vor dem Rennen mit Edy und Nachwuchs Chicken Jens

Nachdem dann alle Chicken Expressler am Ort des Geschehens eingetroffen waren und sich noch ein wenig eingelaufen hatten ging es auch schon zum Start. Ich wusste dass bei diesem Lauf viele starke Läufer am Start waren und ich ganz vorne noch nix zu suchen hatte. Also nahm ich in der 4. Oder 5 Reihe Aufstellung. Marcus gesellte sich ebenfalls zu mir. Der Startschuss knallte dann auch unvermittelt…Ellenbogen raus.. und ab ging´s. Dann der Schreck! Direkt vor und hinter mir stürzen 2 Läufer zu Boden. Mit einem Sprung zur Seite kann ich mich grade noch retten. Phuuu.. das wär es jetzt noch gewesen wenn ich mich zu den anderen gelegt hätte.

auf der Strecke 1

Kurz nach dem Start laufen ich direkt hinter Valerie Knopf (weißes Shirt)

Naja viel Zeit zum nachdenken blieb mir nicht. Das Feld lichtete sich so langsam und ich konnte meine Ellenbogen wieder anlegen. Ich hatte mir wie immer vorgenommen nicht zu schnell anzulaufen aber wie immer hat es auch dieses Mal nicht geklappt. 1. Kilometer und auf der Uhr standen 3:48 Minuten.  Dann habe ich Glück, ich sehe direkt vor mir Valerie Knopf von der LSG Karlsruhe und hänge mich dran und so verstreicht dann der 2. Kilometer in 3:53 Minuten.  Auf der einen Seite wollte ich nicht zu viel riskieren aber andererseits was konnte schon passieren, ich hatte ja als Ausrede den 25er von heute Morgen falls es schief ging 🙂 .

Ich fühlte mich aber noch gut und machte Druck, zog an Valerie vorbei und schloss auf eine Gruppe von 5-6 Läufern gut 10 Meter  vor mir auf. Das Ergebnis war dann 3:49 Minuten für den 3. Kilometer. Ich war mir zwar sicher dass ich dieses Tempo nicht bis zum Ende laufen werde können ….nicht mit dem 25er von heute Morgen…aber dass war im Moment noch egal, ich wollte heute einfach nur unter 40 Minuten bleiben. Die beiden nächsten Kilometer 4 und 5 verliefen mit 3:55 und 3:56 min/km nach Plan und ich kam am Wendepunkt an.

Jetzt ging es wieder zurück. Ich hielt Ausschau nach meinen Kollegen vom Chicken Express, die ich dann auch in der zu erwartenden Reihenfolge an mir vorbei huschen sah. Heute war es zwar nahezu windstill aber die noch ungewohnte „Hitze“ beim Wettkampf machte sich so langsam bemerkbar.  An einer Wasserstelle nehme ich mir einen Becher und schütte mir ihn über den Kopf….zisch….Kühlung…weiter ging`s. Nach weiteren 3:57 Minuten beim Kilometerschild 6 angekommen schlug dann das zügige Anfangstempo auf den Kilometern 7 und 8 unerbittlich zu. Mit einem Schnitt von 4:02 und 4:04 lag ich deutlich über dem geplanten Tempo aber durch den Vorsprung aus den ersten 5 Kilometern hatte ich ja noch einen Puffer.

auf der Strecke

Hier kämpfe ich mich vorbei und übernehme dann die Führung der Dreiergruppe

Doch dann hatte ich Glück, mit Rainer Beck von den Sportfreunden Forchheim und Birgit Bodirsky die spätere Siegerin der weiblichen AK 40 bildeten wir ein Dreiergespann. Immer wenn einer leicht das Tempo erhöhte zogen die anderen wieder mit. So ergab es sich, dass  der der 9. Kilometer mit einem 4:02er Schnitt wieder etwas schneller war. Mit der Gewissheit dass eigentlich nichts mehr schief gehen kann bekam ich dann irgendwie doch noch die „zweite Luft“. Ich zog das Tempo dann auf dem letzten Kilometer nochmal an, jagte meinen Puls fast an den Anschlag und nahm meinen beiden Verfolgern am Schluss sogar noch ein paar Sekunden ab. Die Belohnung war schließlich der 40. Gesamtplatz aber noch viiiiiieeeeel wichtiger…. meine 1. offizielle 10 Km Zeit unter 40 Minuten. Nach 39:47 Minuten konnte ich am 12. April 2014 in Maximiliansau mein lange angestrebtes Ziel erreichen. Ein klasse Gefühl kann ich euch sagen.

Im Ziel

die letzten Meter von dem Ziel

Im Ziel nahm ich mir was zum trinken und machte mich wieder auf den Weg zum Zieleinlauf. Meine Mitstreiter vom Chicken Express wollte ich auf jeden Fall auch noch anfeuern bzw. gebührend empfangen. Nach 44:07 Minuten kam dann Marcus ins Ziel, der vor Wochenfrist in Sandhofen zwar fast eine Minute schneller war aber die warmen Temperaturen machten auch unserem lieben Marcus zu schaffen  😀 . Der nächste im Bunde war Edy „The Terrier“, er hatte sich wieder in Vordermanns Waden gebissen und seinen ersten 10er unter 53 Minuten gelaufen. Mit 52:53 Minuten erzielte er einen sehr guten Platz im Mittelfeld. Den Schlusspunkt setzt dann nach 56:59 Minuten „uns Uwe“. Dass er eigentlich mehr kann, hat er auch schon bewiesen. Natürlich wissen wir aber dass der Lauf für ihn ja auch nur die Vorbereitung auf den Mustang Halbmarathon in Las Vegas war, an dem er am kommenden Wochenende im Rahmen seines USA-Urlaubs teilnehmen wird 🙂 

Finisher Foto

Edy „The Terrier“, Uwe, Jens, Marcus und ich…dass war der Chicken Express beim Rhein Volkslauf Maximiliansau

Mit tatkräftiger Unterstützung unserer beiden eigens angereisten offiziellen Chicken Express-Fotografinnen Elvira und Andrea, denen ich an dieser Stelle recht herzlich danken möchte, haben wir alle schöne Erinnerungen an diesen Tag. Vielen lieben Dank euch beiden.

In diesem Sinne….keep on RUWO

 

 

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