Bevor es am 13. Juli endlich soweit ist und ich bei meinem ersten Triathlon  in Rheinstetten  antrete, hatte ich am vergangenen Samstag die Möglichkeit meine erste Erfahrung mit dem Schwimmen im Neoprenanzug zu machen. Die Sportfreunde Forchheim organisierten zusammen mit dem Sportfreund aus Ulm ein Neoprentestschwimmen am Epplesee. Der Triathlon Weltmeister von 2007  Daniel Unger, der gleichzeitig Geschäftsführer vom Sportfreund ist, hatte eine große Auswahl an Neoprenanzügen von verschiedenen Herstellern und in verschiedenen Größen mit im Gepäck.

Nachdem ich mich mit einigen Tipps von Daniel zum ersten Mal in meinem Leben in einen „Neo“ gewurschtelt hatte, marschierte ich guten Mutes aber mit doch etwas schlottrigen Knien in Richtung See. Mein großer Zeh fühlte die Temperatur „Arschkalt“ beim Eintritt in das Gewässer. Zu meiner Überraschung hielt mich der Anzug beim Eintauchen ins Wasser jedoch „wohlig“ warm… zum Glück …obwohl eigentlich ist er ja auch dafür da oder? Das oder ist schon berechtigt denn wofür ist der „Neo“ denn noch da? Durch das vorausgegangene Gespräch mit dem Profi wusste ich natürlich dass so ein Anzug (je nach Modell) dem Körper Auftrieb und gleichzeitig eine bessere Wasserlage gibt. Das die Wirkung aber dann doch so groß ist, hätte ich nie und nimmer gedacht. Ich konnte mich bedenkenlos ins Wasser legen ohne unter zu gehen.

Nun ging es aber endlich los. Die ersten Schwimmzüge (Brustschwimmen) waren sehr gewohnheitsbedürftig. Zum  einen aufgrund der ungewohnt guten Lage und zum anderen das Schwimmen im Arschkalten „trüben“ See. Den Unterschied zwischen dem  Schwimmen im Schwimmbad und  im See empfand ich ungefähr so wie das Fahren in einer Seifenkiste und einer S-Klasse. Als nächstes folgten einige Armzüge im Kraul…kaum war der Kopf unter Wasser setzte bei mir die Schnappatmung ein. Ich versuchte mich zu beruhigen und locker zu bleiben aber auch der nächste Versuch war nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Wow, dass es mir das so schwer fallen würde hatte ich nicht gerechnet . Nachdem ich mich bei meinen letzten Trainingseinheiten im wohltemperierten Hallenbad immer besser gefühlt hatte und auch die ersten Fortschritte verzeichnen konnte, war das wie ein Schlag ins Gesicht.

Nach gut 10 Minuten schwamm ich mit gemischten Gefühlen zurück ans Ufer. Nachdem ich mich irgendwie aus dem Anzug geschält hatte nahm ich das Angebot einen weiteren Anzug von 2XU auszuprobieren gerne an. Da mein Körper aber noch leicht feucht war musste ich im wahrsten Sinne den Nippel durch die Lasche ziehen um in das Teil hineinzukommen 🙂

Der Schwimmtest im Anschluss offenbarte mir keine großartigen neuen Erkenntnisse. Der 2XU Anzug war sehr angenehm zu tragen und war an den Armen sehr flexibel.  Diesen werde ich dann beim Triathlon in Rheinstetten tragen. Nach 10 Minuten im Wasser ließ es dann auch gut sein.

Am Ende war und bin ich sehr froh, dass ich dieses Angebot angenommen hatte. Ohne diese Erfahrung im Neoprenanzug zu schwimmen und noch dazu im freien Gewässer, hätte ich am Veranstaltungstag wohl ziemlich dumm aus der Wäsche gekuckt. Es war wirklich eine feine Sache, dass die Sportfreunde Forchheim in Kooperation mit dem Sportfreund aus Ulm diese Veranstaltung möglich gemacht hatten. Auch das Treffen mit Daniel Unger, der sich ganz ohne Star-Allüren  mit seinen Kolleginnen und Kollegen super um die Athleten gekümmert hat, war eine tolle Sache.

In diesem Sinne….Keep on

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