Autsch…!!! Das tat weh! Nein nicht die Aussprache dieses insbesondere für uns Läufer unangenehmen Krankheitsbildes,  sondern die ersten  Schritte aus unserem neuen Boxpringbett über den Hochflorteppich in Richtung „Stilles Örtchen“, wenn man dieses im Hause Neuweiler überhaupt so bezeichnen kann 🙂 Nachdem ich nun fast ein ganzes Jahr (letztes Jahr Hüfte) lang ohne großartige Wehwehchen trainieren konnte, hat es mich nach dem Frühjahrsmarathon nun doch wieder erwischt. Das ambitionierte Sportler ein erhöhtes Risiko für Sportverletzungen haben weiß man auch bei ORTHOPARC der Klinik für Orthopädie in Köln, in der man sich mit allen zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden und Therapien vom Hobbysportler bis hin zum Olympioniken kümmert.

Bereits seit einiger Zeit hatte ich nach meinen Trainingsläufen bzw. am Morgen danach leichte bis mittelstarke Schmerzen an der linken Fußsohle. Da die Schmerzen nach geraumer Zeit aber wieder vergingen und nach einem Ruhetag fast gänzlich verschwunden waren, machte ich mir nicht allzu viele Gedanken darüber. Aufgrund einer Verhärtung in der linken Wade nahm ich an, dass sich das ganze evtl. bis hinuter in den Fuß zog. Durch regelmäßige Dehnübungen und der Einnahme von Magnesiumtabletten war mein Waden bald wieder fit aber das stärker werdende „Stechen“ in der Fußsohle wurde plötzlich  immer mehr zu meinem ständigen Begleiter. Nach meinem letzten 10 KM Wettkampf beim Südpfalzlauf bin ich an einem Punkt angekommen, an dem mir mein gesunder Menschenverstand sagt „Hey Freundchen, jetzt ist Schluss“!

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Hier tut´s weh! Bild: http://sutherlandpodiatry.com.au

Was nun…?? Mitten in der Saison eine Verletzung am Fuß, so einen Mist kann doch echt keiner gebrauchen! Doch was ist das nur was mich da plagt und woher kommt das? Einen Termin beim Orthopäden…tsss…in 4 Wochen!? Bis dahin ist der Markt doch längst verlaufen. Nun ja, ich bin ja kein Arzt aber die Symptome sind ziemlich eindeutig und lassen nicht viel Spielraum zu. Meine Eigendiagnose lautet : Plantare Fascilitis, eine Entzündung der Fußsohlen-Sehnenplatte. Die Ursachen können vielfältig sein aber in meinem Fall gehe ich mal von einer Überbelastung aus. Im Nachhinein betrachtet war die Regenartionsphase nach meinem Marathon in Regensburg wohl zu kurz. Gut möglich, dass hier der Hase im Pfeffer liegt.

Es handelt sich hierbei um eine degenerative Erkrankung, deren Schmerzhaftigkeit durch körperliche Belastung aktiviert wird. Die Schmerzen entstehen insbesondere durch die Längsbeanspruchung der Sehnenplatte, die mit der sportlichen Laufbelastung im Zusammenhang steht. Die Aponeusoris plantaris (Sehnenplatte) verbindet  den sogenannten Fersenhöcker mit den Zehengrundgliedern. Sehr oft findet sich auch ein Knochensporn am Fersenbein, den sogenannten Fersensporn. Dieser entwickelt sich meist durch kleinere Verletzungen aus Überanspruchungen. Die Ursache der Beschwerden ist der Fersensporn jedoch nicht unbedingt denn, denn es gibt wohl Untersuchungen die belegen, dass viele Patienten auf der Gegenseite am andern Fuss einen noch grösseren Fersensporn haben, aber dort jedoch überhaupt keine Schmerzen verspüren.

Nun sitze ich also gezwungenermaßen ungemütlich auf der Couch rum und muss eine Laufpause einlegen, weiterlaufen würde zwar schon irgendwie gehen aber das Risiko es noch zu verschlimmern gehe ich lieber nicht ein. Wie geht es jetzt weiter? Gute Frage…Zuerst einmal heißt das Stichwort Konservative Therapie. Zum einen gibt hierzu spezielle Dehnübungen für den Fuß, die ich anwende, zum anderen nehme ich parallel dazu noch entzündungshemmende Arzneistoffe wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac. Mehrmals täglich gibt es eine Kühlung für den Fuß was bei den aktuellen Temperaturen richtig cool ist 🙂 und natürlich das Alternativtraining auf dem Rennrad und im Schwimmbad. Ich hoffe, dass ich die Schmerzen damit in den Griff bekomme.

Alternativen gibt es noch viele wie z.B. eine Stoßwellentherapie oder eine sogenannte Dorsale Lagerungsschiene, diese rufen im oberen Sprunggelenk eine sogenannte Dorsalextension (Streckung von Fuß oder Zehen in Richtung des Fußrückens) hervor. Bleiben diese Behandlungen auch ohne Erfolg, lohnt sich vielleicht auch noch ein Versuch mit Lokalanästhetika. Hier werden mit Ultraschallkontrolle die schmerzhaften Areale mehrmals punktiert. Anscheinend auch mit Erfolg: In einer Studie gaben nach drei Wochen 39 von 44 Patienten an, dass die Beschwerden abgeklungen seien. Es gibt auch noch eine Röntgenentzündungsbestrahlung und zu guter Letzt noch die Operation.

Ich hoffe sehr dass ich von dem ganzen Mist und vor allem von letzterem verschont bleibe und vielleicht schon in ein paar Tagen oder Wochen wieder voll ins Lauftraining einsteigen kann, nicht dass die 3 Paar neuen Laufschuhe im Schrank stehen bleiben und porös werden :-)Wenn keine Besserung eintritt werde ich um den Gang zum Orthopäden nicht herum kommen. Dieser Beitrag wurde von der ORTHOPARC auf fachliche Richtigkeit geprüft.

In diesem Sinne….Keep on cropped-cropped-ruwo3-1024x437.gif

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