Am vergangenen Freitag habe ich im Rahmen des Karlsruher Rheinhafenfestes meinen 1. Triathlon absolviert. Der sogenannte „Schnuppertriathlon“ war der Probelauf für den in  2015 stattfindenden 1. Karlsruher Rheinhafentriathlon. 50 ausgesuchte Sportler kamen in den Genuss den Kurs ganz ohne Wettkampfdruck und ohne Zeitmessung zu testen.

Die Badehose an,  das Rennrad in den Daimler gehievt und das Startnummernband vergessen, so ging es mit viel Begeisterung und genauso viel Bauchkribbeln samt Ehefrau los in Richtung Karlsruher Rheinhafen. Aufgeregt musste ich ja eigentlich nicht sein, denn es ging ja „nur“ darum die Strecke kennenzulernen. Da es aber mein erster Triathlon überhaupt war hatte ich zumindest vor dem Schwimmen ganz schön die Hosen voll. 25 KM Radfahren sollte kein Problem mit meiner alten, kleinen, italienischen Rennrad-Rakete 🙂 sein und der 5 KM Lauf am Schluss …tssss…prinzipiell keine Rede wert, doch meine entzündete Fußsehnenplatte die mir derzeit noch ziemlich große Sorgen bereitet, sollte auch diese kurze Strecke zu  einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Zum Check In wurden die Athleten um 16 Uhr gebeten. Man bekam dann eine schicke grüne Badekappe und sogar eine Startnummer. Shit, da war doch was…Startnummernband ist beim Triathlon halt Plicht sonst wird’s blöd mit dem Startnummerngefuddel. Naja heute war es egal, da es ja kein offizieller Wettkampf war. Im übrigen war ich auch nicht der einzige Vergessli 🙂 Nach kurzem Beäugen der anderen Teilnehmer und deren Triathlon – Rennmaschinen machte ich es den erfahrenen Triathleten einfach nach und richtete meine Sachen für den späteren Wechsel vom Schwimmen auf das Rad. Nach ein wenig Smalltalk und wurde es dann auch so langsam ernst.

Gemeinsam mit den Organisatoren machten wir uns auf in Richtung Schwimmstrecke. Unter den Fachmännischen Augen des Olympia – Silbermedaillengewinners von Sydney 2000, Stephan Vuckovic gab es noch ein kurzes Briefing zum Ablauf des „Rennens“. Nun aber ging es auf ins kühle Nass. Über einen steinigen Einstieg ging es rein in das Hafenbecken.

Komisches Gefühl für mich…Schlingpflanzen, Schlangen, Haie…uuuaaahhh..schnell andere Gedanken. Zuerst hieß es mal noch kurz  50 Meter bis zum Start paddeln. Als sich die Truppe so allmählich  gesammelt hatte ging es auch schon los.

Ich hatte mir vorgenommen locker zu bleiben und die im Forchheimer Hallenbad mühsam erlernte Kraultechnik so gut es geht umzusetzen. Hier war dann aber auch der Wunsch der Vater des Gedanken…nach ca. 100 Metern war auch schon Schluss.

Ein kurzer Blick nach hinten verriet mir, dass ich wenigstens noch nicht der letzte war. Was nun? Schwimmen! Brust! Schnell! Auf keinen Fall den Anschluss verlieren! Irgendwie hatte ich es geschafft meine Position zu halten, anscheinend hatten auch die Schwimmer/innen um mich herum ihr Pulver schon verschossen 🙂 Wie gesagt es war kein Wettkampf aber irgendwie wollte sich auch keiner die Blöße geben und alle schwammen recht zügig in Richtung (Schwimm-)Ziel. Das sich dann einer der vorderen irgendwie verschwommen hatte und allen Anderen hinterher schwammen,  kam mir dann doch auch sehr entgegen. Die kleine Abkürzung nahmen auch meine „Verfolger“ dankend an 🙂

Geschafft! Raus aus dem Wasser und im leichten Trab zur Wechselzone wo die Räder auf uns warteten. Mit einem kleinen Handtuch hatte ich mir zwar kurz den Oberkörper abgetrocknet, allerdings half das nicht sehr viel. Das Anziehen meines Triathlon – Oberteils gestaltete sich mehr als schwierig, so dass es auch gleich mal die Startnummer zerrissen hat :-). Naja, die Sicherheitsnadel kurz neu angesetzt, Schuhe an und ab auf´s Rad.

 3 Radgruppen wurden eingeteilt. Die erste Gruppe (gepl. Durchschnittsgeschwindigkeit 30 km/h) zog mit einigen Leuten zügig ab. Kurz darauf folgte die zweite Gruppe (gepl. Durchschnittsgeschwindigkeit 27-28 km/h) in der auch ich mich befand. Eine weitere Gruppe ( gepl. Durchschnittgeschwindigkeit 25 km/h) folgte dann etwas später. Angeführt von 2 erfahrenen Forchheimer Triathleten ging es dann in einer 12er Gruppe auf die 12,5 KM lange Radstrecke, die 2 Mal absolviert werden musste.

Die Strecke rund um den Knielinger See ist nicht gerade eine Rennstrecke. Einige „Hindernisse“ waren hier zu meistern. Bahngleise, Schlaglöcher, Pflastersteine, eine starke Steigung (Karlsruher Energieberg), sowie die entsprechende Abfahrt verlangten den Fahrern einiges ab. Wie sagte einer der Teilnehmer noch…“Jetzt fehlt nur noch ein Wasserloch“! Aber auch die 2. Disziplin fand dann irgendwann ihr Ende.

Zu guter Letzt ging es gemeinsam auf die 5 KM lange Laufstrecke. Meine Paradedisziplin das Laufen war an diesem Tag leider nur unter leichten Schmerzen möglich. Da meine aktuelle Verletzung  einfach keinen Tempolauf zulässt, war ich froh in der zweiten Gruppe zu sein. In gediegenen 4:58 min/km liefen wir die eine schöne Runde an der Alb entlang. Das Ziel  war ziemlich weit am Ende des eigentlichen Rheinhafenfestes, so dass es keine Zuschauer außer die mitgebrachten Familienmitglieder gab. Überhaupt ging der Triathlon weitgehend an den Besuchern des Rheinhafenfestes vorbei. Die meisten wussten überhaupt nichts davon. Nach dem Rennen bekamen wir noch Bons mit denen  wir uns etwas zu Essen an einer der Zahlreichen Wurstbuden holen konnten.

Zum Ende gab es mit allen Beteiligten noch eine Feedbackrunde auf der Bühne in der Festhalle. Während die Teilnehmer auf einem Feedbackformular Ihre Eindrücke über das Erlebte in Form von Tipps und Ratschlägen niederschreiben konnten, stand Stephan Vuckovic in einem Interview noch Rede und Antwort.

Mein Fazit: Der Triathlon ist wirklich eine tolle Idee, die mit Sicherheit auch genügend Anhänger finden wird. Das Schwimmen im Rheinhafenbecken war gut und dürfte auch bei einem Wettkampf mit vielen Startern kein Problem sein. Auch die Laufstrecke bietet genügend Platz und ist an der Alb entlang gut zu laufen. Einzig die Radstrecke weißt einige Tücken auf, die bei 300 Einzelstartern und 100 Teams (je 3 Einzelsportler) unter denen auch Ersttäter sein werden, sicherlich ihre Gefahren birgt. Ich bin wirklich sehr gespannt auf den 1. Rheinhafentriathlon 2015, bei dem ich auf alle Fälle dabei sein möchte.

In diesem Sinne….Keep on

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