Es gab bisweilen doch einige Trainingseinheiten in Peter Greif´s Trainingsplan, die mir schon so manche Schweißperle auf die Stirn trieben aber meine härteste Einheit habe ich jetzt endlich hinter mir – LAUFPAUSE! Dieses furchtbare Wort wankte seit Pfingstmontag über mir und hat mir sogar schlaflose Nächte beschert. Die „Seuche“ hatte mich erwischt. Geschrieben hab ich darüber ja schon genug und da sich das leidige Thema nun auch dem Ende neigt will ich darüber  gar nicht mehr groß palavern. Diese verdammt schwierige Trainingseinheit ist passe und ich schaue jetzt nur noch nach vorne. Aber wie geht es nun weiter?

Laaangsaaam, gaaanz laaangsaaam….natürlich kann ich jetzt nicht gleich wieder an die vergangenen Leistungen anknüpfen aber alleine mal wieder 5KM – 10KM – 13KM oder 15KM ohne Schmerzen zu laufen fühlt sich nach so einer langen Abstinenz soooooooo… gut an, das ist unbeschreiblich! Nachdem ich nun also die ersten kleinen Ründchen durch die Karlsruher Günther-Klotz-Anlage im 5:30 – 6:00er Schnitt getrabt bin und ich mich wie Supermann fühlte, kam der Lußhardtlauf in Hambrücken gerade richtig. Um „einen rauszuhauen“ war es zwar definitiv noch zu früh aber unter einem 5er Schnitt wollte ich schon laufen. Da das Leistungsspektrum in unserer Laufgruppe „Chicken Express Running-Team“ von 40 – 55 Minuten alles abdeckt, war auch das kein Problem.

Apropos Chicken Express… zwar waren wir krankheitsbedingt und  wegen „Schlafmützigkeit“ nicht in voller Mannschaftsstärke angereist aber mit 10 Teilnehmern inklusive unseres vielversprechenden Neuzugangs,  war unsere Truppe beim 6. von insgesamt 7 Läufen des PSD-LaufCup 2014 nicht zu übersehen 🙂 Mein Laufpartner auf den ersten 5 Kilometern war Christoph. Seine angepeilten 50 Minuten auf den 10 KM- Lauf war genau das richtige Anfangstempo für mich. Bis KM 5 wollte ich auf jeden Fall bei ihm bleiben und dann sehen wie es mir und meinem Füßle geht. Marcus und Edy wollten mal wieder volles Rohr laufen, was bei den endlich einmal nahezu optimalen Bedingungen auch zu empfehlen war.

Punkt 9:00 Uhr setzten sich nach dem Startschuss über 520 Läufer und Läuferinnen über 10 KM in Bewegung und es tat so gut endlich wieder dazu zu gehören. Ich hatte sogar eine Digicam mit, um das Geschehen festzuhalten…allerdings war am Ende wirklich jedes Bild verschwommen aber stehenbleiben wollte ich verständlicherweise halt auch nicht :-), naja… Die ersten beiden Kilometer liefen wir in 5:02 und 4:59 min/km und unterhielten uns sogar noch über dies und das. Edy hatte sich wieder mal an Vordermanns Waden festgebissen und lief in Richtung neue Bestzeit. Auch Marcus war nach kurzer Zeit nicht mehr in Sichtweite. Uwe stellte sich heute in den Dienst der Mannschaft und unterstützte unseren Neuzugang Carsten, der bei seinem 2. Einsatz unter 55 Minuten anstrebte.

Die ersten Musiker die uns Läufer am Streckenrand unterhielten hatten wir nach dem 3. Kilometer gerade passiert. Mit 4:53 Minuten waren wir beide da schon recht flott unterwegs aber mein Fuß hielt, es war tatsächlich auch bei „Tempo“ nix zu spüren. Die Kilometer 4 und 5 schlossen wir jeweils in  4:57 min/km und 5:06 min/km ab.

Nun hieß es Abschied nehmen 🙂 Meine Krähte machte keine Anstalten und so machte ich mich auf den Weg um Edy einzuholen um mit ihm noch eine Zeit gemeinsam zu laufen. Vorsichtig forcierte ich das Tempo und schlängelte mich zwischen den Läufern durch. Mein genaues Tempo wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht da ich die Zeit auf meiner Uhr absichtlich einfach laufen ließ um auch ja keinen Druck aufzubauen, sondern einfach nur schneller laufen. Bei KM 6,3 war es dann auch schon soweit. Das blaue Chicken Express Shirt und Edy´s Stechschritt waren unverkenntlich. Bei meiner späteren Auswertung des Laufs in Runalyze sah ich, dass ich die „Edy-Aufholjagd“ in 4:06 min/km gelaufen war. Wow … das hatte ich nicht erwartet. Das Tempo fühlte sich zwar flott an aber bei weitem nicht am Limit. Bis Kilometer 8 lief ich mit Edy die Strecke an den Bahngleisen entlang. Wiedermals hieß es Abschied nehmen…jetzt von Edy.

Ich fühlte mich noch sehr gut trat ein wenig auf`s Gas. Das Ergebnis waren 2 mal 4:09er Schnitt für den 9ten und 10ten Kilometer. Am Ende war da noch der Rote Teppich und die Sonne und die vielen Zuschauer die mich meinen persönlichen Zieleinlauf in Hambrücken 2014 in guter Erinnerung behalten lassen.

46:48 Minuten dauerte mein Weg zurück ins (Läufer-) Glück! Ich war erleichtert, glücklich und ich hatte Hühnerhaut :-). Im Ziel angekommen traf ich auf „Kaltblüter“ Marcus der mit einer klasse Leistung in 42:45 Minuten eine neue PB aufgestellt hatte und im Ziel mit eiskalten Händen saß…unglaublich der Kerl 🙂

Unsere Mädels, Andrea, Elvira und Claudi1 waren ebenfalls da, sie hatten den 5Km Lauf auch schon hinter sich. Andrea sicherte sich in 29:23 minuten den 15. Platz in ihrer AK. Claudi1 und Elvira liefen gemeinsam in 42:05 Minuten  durchs ersehnte Ziel.

Der Freude über seine 49:42 Minuten Nettozeit konnte Christoph erst Zuhause nach Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse freien Lauf lassen, hatte er sich nach dem Lauf noch über die verplemperten 5 Sekunden (50:05Minuten Brutto) geärgert.

Edy „The Terrier“ hatte dieses Mal eine neue PB knapp verpasst, ist aber für die Herbstläufe auf alle Fälle gut gerüstet und Carsten unser „Neuer“, durfte dank Uwe´s Unterstützung gleich bei seinem 2. Lauf eine Sub 55 Minuten feiern. Alles in allem war der Lußhardtlauf absolut seine Reise wert. Tolle Veranstaltung, tolles Wetter, tolle Ergebnisse aber vor allem – Mein Weg zurück ins Glück auf dem roten Teppich von Hambrücken!

In diesem Sinne…..keep on

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