Im Läuferleben ist es wie im „normalen“ Leben manchmal auch. Es gibt Zeiten da  muss man eben einen Schritt zurück gehen um wieder weiter nach vorne zu kommen. Ich selbst bin jetzt an so einem Punkt angekommen. Also heißt es für mich jetzt „Zurück in die Zukunft!“

Der Blick Zurück

  • Nach dem Umzug meines Blogs zu www.runningwolle.com ist nun zu aller erst einmal www.runningwolle.de Vergangenheit 🙂
  • Vergangenheit ist auch (jedenfalls so gut wie) meine Plantarsehnenentzündung, die mich seit den Pfingstferien  außer Gefecht gesetzt hatte.
  • Mein Stursinn „Bloß kein Training auslassen – immer strickt nach  Trainingsplan – immer Vollgas – immer auf der Jagd nach neuen Bestzeiten – kein Blick rechts – kein Blick links“ ist nun jedenfalls passè.
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    Ohne Zeitdruck war ein lockeres Pläuschchen durchaus möglich

    Zurück liegt ebenfalls der 25 KM Südpalzlauf an dem ich mit Marcus teilgenommen hatte. Wir bestritten den schönen „Waldlauf“ als „Long Jog“ zur Vorbereitung für den Berlin Marathon. Als letzte gestartet, rollten wir das Feld gaaanz laaaangsaaam von hinten auf und kamen letztendlich nach 2:11:22  Stunden mit einem Schnitt von 5:15 min/km im Ziel an. Einen Wettkampf als Trainingslauf zu nutzen war eine ganz neue Erfahrung. Es hat uns beiden viel sehr Spaß gemacht und war mal eine gute Alternative für die doch oft „sehr langweiligen“ 30 KM Alleingänge durch die Prärie.

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    Claudi und Elvira nach 7KM beim Zieleinlauf

    Beim Frauenlauf in Mannheim habe ich selbst aufgrund meines primäres Geschlechtsmerkmals nicht teilgenommen. Jedoch haben Claudi und Elvira die Fahnen für den Chicken Express hochgehalten. Die beiden gingen mit 1.800 Frauen am 12. September auf die 7,2 KM lange Runde durch Mannheim. Das Ziel war ganz klar definiert….Durchkommen! 🙂 Nach etwas über einer Stunde kamen die beiden kaputt aber überglücklich ins Ziel. Der Spaßfaktor war sogar so hoch, dass man die Veranstaltung im nächsten Jahr schon fest im Visier hat.

  • Zurück liegt nun endlich auch das ewige Hin und Her ob ich jetzt den Berlin Marathon laufe oder nicht. Die Phasen meiner Fußverletzung waren wie das Wetter im April. Mal starke Schmerzen, mal wenig Schmerzen mal sehr starke Schmerzen und dann wieder fast nix zu spüren. Genau in diesem Rhythmus stellte ich mir auch ständig die Frage Berlin laufen oder Berlin nicht laufen? Mal ganz abgesehen vom fehlenden Training das für einen Marathon unabdingbar ist war da auch die Angst vor einer Verschlimmerung der Verletzung bei der Wiederaufnahme des Greif„schen Trainingsplans.  Man kann jetzt zwar nicht sagen dass ich 100%ig auskuriert bin aber seit einigen Wochen ist wieder Lauftraining möglich. Die richtig fiesen Tempoeinheiten die dann doch leichte Schmerzen hervorgerufen hatten, hab ich etwas flottere Dauerläufe ersetzt. Die Schmerzen blieben aus und so konnte ich auch wenigstens noch 4 Long Jog´s absolvieren. Ob ich damit in Berlin durchkomme? Tja dass werdet ihr dann nächste Woche nachlesen können :-). Damit steht es jetzt auch fest, ich fahre mit Marcus (mein Marathon-Buddy) und unseren Frauen nach Berlin. Bestzeit kann ich sehr wahrscheinlich nicht laufen, es sein denn es gibt ein Herbstwunder. Also schließe ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit meinem Kumpel an der eine Zeit 3:29:59 Stunden anstrebt.

Upps…mit meinen letzten Sätzen bin doch tatsächlich vor lauter Berlinmarathon von der Vergangenheit zurück  in die Zukunft gerutscht. Nur noch einmal kurz ein Satz zum Thema Berlin… um es mit den Worten von John Wayne zu sagen:

„Manchmal muss ein Mann tun was ein Mann tun muss!“

Es gibt in Berlin keine Erstattung der Startgebühren, das Hotel konnten wir auch nicht mehr kostenlos stornieren und aufgrund der „Blitzheilung“ werde ich dem Marathon, bei hoffentlich gutem Wetter, vom Start bis zum Ziel einfach nur genießen. Wenn ich die 3:29h schaffe ist gut wenn ich 3:20h laufe ist gut und wenn ich 3:40h laufe ist auch gut.

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Zieleinlauf im Beiertheimer Stadion. Christoph und ich rauschen beim Karlsruher Halbmarathon nach 1:56 Stunden durchen den Zielbogen

Am letzten Wochenende bin ich mit Marcus, Edy „The Terrier“ und Christoph den Halbmarathon in Karlsruhe gelaufen. Als Pacemaker für Christoph und einer Zielzeit von 1:56h war das ganze eine Runde Sache. Einen gesonderten Bericht hierzu gibt es in Kürze.

Der Blick in die Zukunft

Nach Berlin steht noch ein weiteres Jahreshighlight an und zwar der Pfalz Trail. Im letzten Jahr war der Lauf für mich eigentlich nur als Vorbereitung für den Frankfurt Marathon gedacht. Dabei entwickelte ich während des Laufs aber eine so unglaubliche Freude und Spaß für dieses Terrain, dass ich dann einfach mal Gas gab. Am Ende kam ein völlig überraschender 15. Gesamtplatz und der 1. Platz in meiner AK raus. Wenn mein Fuß hält bin ich am 11. Oktober definitiv wieder in der Pfalz.

Meine Laufsaison 2014 werde ich danach frühzeitig beenden und meinem Fuß die nötige Ruhe geben. Mit Rennrad und Schwimmen gibt es ja genug Alternativen um nicht einzurosten 🙂 Für Anfang Dezember plane ich den Wiedereinstieg ins Lauftraining und etwas später dann den ersten Testlauf bei der Rheinzaberner Winterlaufserie. Natürlich will ich auch in Zukunft meine Leistung steigern und meine Zeiten von 5 Km bis Marathon verbessern, aber wie ich mein Training in der Zukunft (mit oder ohne Peter Greif) gestalten werde, da muss ich mir noch ein paar Gedanken machen. Auf jeden Fall aber höre ich künftig besser auf meinen Körper. Was ist mit der 3 Stundengrenze im Marathon? Hmmm…2015? Wenn ja super! 2016? Wenn ja auch super! Hauptsache Gesund und Spaß 🙂

In diesem Sinne…..Keep on cropped-RUWO3-1024x437

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