Eine Weile ist er her schon her, mein letzter Beitrag…aber ich musste mal kurz meinem Blog ein neues Gewand verpassen und meine läuferischen Grenzen verschieben.

Als ambitionierter Läufer versuche ich wie wohl die meisten meiner Gesinnungsbrüder Jahr ein Jahr aus meine Laufleistung und meine Bestzeiten von 5 KM bis zur Marathondistanz stetig zu verbessern. Dies gelang mir am Anfang meiner „Laufkarriere“ auch noch ohne strukturiertes Training über 10 die KM-Distanz recht gut. Die 50 Minuten purzelten schon nach wenigen Wochen, ich wollte aber mehr. Im Jahr 2000 lief ich dann meinen ersten Halbmarathon, doch damals noch ohne viel Training, mal eher so aus der „kalten Hose“. Das Ergebnis mit 1:56 Std. damals toll (für mich), doch aus heutiger Sicht eher ernüchternd. Ich wollte mehr! Mit einem kostenlosen Trainingsplan aus dem Internet brachte ich endlich ein wenig Struktur in mein Lauftraining und siehe da, eine ganz neue Erfahrung machte ich da. War ich doch bisher immer im hächelnd im 5er Schnitt so um die 8 – 10 KM gelaufen, standen da plötzlich Intervalltraining, langsame Dauerläufe, zügige Dauerläufe, Regenerationsläufe und auch unterschiedliche Distanzen auf dem Plan.

So kam es wie es kommen musste… 10 KM – 46 Minuten, Halbmarathon 1:41 Stunden – ich hatte Gänsehaut und war einfach nur begeistert ob meiner schier unglaublichen Leistung :-). Im Frühjahr 2012, nach meinem ersten „durchgelaufenen Winter stürzten die 10 KM Zeiten auf für mich unfassbare 42 und später sogar 41 Minuten. Im selben Jahr folgten dann im Herbst noch eine Halbmarathonzeit von 1:35 Stunden, die ich ein Jahr zuvor nie und nimmer für möglich gehalten hatte und eine Marathonzeit von 3:24 Stunden. Das Lauffieber hatte mich jetzt so richtig gepackt und die logische Folgerung war dann die 10 Km unter 40 Minuten zu schaffen ab wie?

Der Laufberater Peter Greif war die Lösung! Nach intensivem Training war es im April 2014 dann soweit, 39:47 Minuten über 10 KM! Eine anfänglich noch unbezwingbare Hürde war endlich genommen und die Grenze war verschoben. Eine fiese Verletzung im letzten Jahr, die mich wieder ein gutes Stück zurück geworfen hatte ist zwischenzeitlich Gottlob mehr als überwunden.

Jetzt ist 2015 und es soll endlich wieder bergauf gehen! Den Grundstein dafür legte ich noch am letzten Tag des vergangenen Jahres….

Schnee, Matsch, Eis, Schnee, Matsch und wieder Eis…die Laufstrecke  und die Temperaturen beim Forchheimer Silvesterlauf waren der Jahreszeit mehr als angemessen. An irgendwelche supertolle Zeiten zu denken kam von vornherein also überhaupt nicht in Frage. Ein letztes gemütliches Schaulaufen (maximal 5er Schnitt) im alten Jahr sollte es werden, so waren wir 3 vom Chicken Express gut gelaunt und wollten dass Ding locker „heimlaufen“.

Doch auf dem Weg zur Startnummernausgabe  passierte es dann…der LSG Läufer den ich vor Wochenfrist bei der 1. Knielinger Rennerei noch  hinter mir gelassen hatte, kam uns auf halben Weg entgegen. Während ich höflich grüßte musterte er mich von oben nach unten und lachte laut raus als er mich mit langer Hose sah. Meine beiden Kollegen konnten sich das Lachen nicht mehr verkneifen und ließen ihr Zwerchfell beben. Ok, das war eine Kampfansage! Sofort war klar aus dem geplanten 5er Schnitt würde heute nix werden. Dich krall ich mir…Früchtchen! Meine Zielzeit von 41:25 Minuten und der 3. Platz in der AK war letztlich völlig unwichtig, einzig das bedepperte Gesicht der geschlagenen Labertasche (Peter Greif nennt solche Läufer ja „Holger“ 🙂 ) im Ziel war an diesem Tag die Genugtuung für die Qualen durch Schnee,Matsch und Eis.

39:08!!! Völlig unerwartet streife ganz knapp beim Großweierer Dreiköniglsauf an der 39 Minuten-Marke über 10 KM vorbei. Was für ein Lauf! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, lief es auf der nahezu topfebenen Strecke des idyllischen Dörfchen im Herzen Badens nicht nur beim mir bestens. Auch meine Mitstreiter konnten fast durchweg Bestzeiten laufen…und das zu dieser Jahreszeit! Wow ich war wirklich geplättet als die Digitalanzeige über dem Ziel in meine Sichtweite kam. Natürlich hatte ich auch während des Laufs meine Garmin 310XT fest im Blick und sah ungläubig die Kilometerzeiten von 3:52 min/km, doch ich fühlte mich stark und war voll motiviert. Mit diesem Ergebnis hatte ich für mich die erste Grenze verschoben. Das ewige „rumgeorgel“ bei der 40 Minutenmarke hat also hoffentlich endlich ein Ende.

Die 15 KM mal unter einer Stunde zu laufen war/ist ebenfalls so ein Ziel welches ich unbedingt erreichen möchte. Beim 2. Teil der Rheinberner Winterlaufserie waren die Bedingungen wieder ziemlich gut und ich versuchte mein Glück mit einem engagierten Auftritt. Am Ende fehlten mir zwar 20 Sekunden aber für mich war auch diese Grenze verschoben. 15KM im 4:01er Schnitt zulaufen war für mich bislang unmöglich. Dieses Ergebnis spülte mich gleichzeitig auf den 85igsten Platz im Zwischenstand der Rheinzaberner Winterlaufserie.

Mit diesen bisher gezeigten Leistungen und gefühlt guter Trainingsleistung, bin ich für das Laufjahr 2015 mehr als hoffnungsvoll auf weitere Grenzverschiebungen im Halbmarathon und vor allem auf der Marathondistanz. Gerade hier könnte der Knoten beim Hamburg Marathon mit 3:05 – 3:07 Std. dieses Jahr endlich platzen. In einer Woche geht es aber erstmal wieder nach Rheinzabern zum 3. Teil der Winterlaufserie auf die 20KM Distanz.

In diesem Sinne…Keep on

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