Eine flache Strecke, angenehme Temperaturen, gut im Training und viel Motivation, dass sollten doch gute Grundlagen für all jene sein, die einen schnellen 10 KM Lauf beim Weiherer Hardseelauf planten. Die 5. Station an der die PSD LaufCup-Serie halt machte, wollten viele Läuferinnen und Läufer nutzen um beispielsweise ihre „schlechteren“ Ergebnisse vom Hitzelauf in Zeiskam wet zu machen. Leider blieb für die meisten ambitionierten Teilnehmer der Wunsch der Vater des Gedanken.

Eigentlich begann (Lauf-) Sonntag wie immer, zeitig aufstehen, eine Kleinigkeit frühstücken, Laufsachen richten weil man es am Abend davor mal wieder verdaddelt hat, rein ins Auto und ab zur Laufveranstaltung. Wie bereits erwähnt war unser Ziel heute der Hardtsee in Ubstadt-Weiher. Mit insgesamt 8 Leuten von Chicken Express Running-Team standen wir schließlich an der Startlinie des 10 KM-Lauf´s. Heute waren die Temperaturen auch sehr angenehm was den Läuferinnen und Läufer kurz vor dem Start die eine oder andere  optimistische Bemerkung in Bezug auf eine neue Bestzeit über die Lippen kommen lies. Auch ich fühlte mich sehr gut und wollte heute mal ein blitzsauberes, gut taktiertes Rennen mit einer Zeit zwischen 39:00 – 39:30 Minuten zu laufen.

Chicken Express Running-Team beim Hardseelauf

Gleich zu Beginn des Rennens heftete ich mich an Manfred, einen mir bekannten Läufer von der LSG Karlsruhe. Wir lieferten uns schon einige Duelle mit knappen Ausgang, sowohl für die eine als auch für die andere Seite. Bekanntermaßen läuft er meist unter 40 Minuten, was ja auch mein auserkorenes Ziel für heute war. Die ersten beiden Kilometer liefen mit einer Pace von 3:55 und 3:53 recht gut. Ich fühlte, dass ich heute tatsächlich was reißen könnte. Mein Pacemaker Manfred war heute allerdings nicht ganz so gut drauf, so dass er wegbrach und ich ihm heute am Ende gut eine Minute abnehmen konnte. Bei KM 5 im Schatten des Waldes angekommen lag meine Zwischenzeit bei 19:36 Minuten. Bis dahin verlief alles nach Plan und ich hatte sogar noch Luft nach oben.

Zwischen KM 5 und 6 hingen plötzlich Äste über den Weg und apropos Weg…Der selbige wurde auf einmal immer mehr zu einem Pfad der uns schließlich bis an die Leitplanke der Autobahn brachte…hä? Was war denn jetzt los? Der Pfad verschwand dann gänzlich und ehe wir uns versahen liefen wir auf einer Wiese gespickt mit Erdlöchern und größeren Steinen. Dass kann doch nicht denen Ihr ernst sein, fluche ich leise vor mich hin. Wie kann man denn so eine Streckenführung planen? Das Gehopse über Stock und Stein kostete inzwischen ganz schön Kraft und natürlich auch Zeit. So zeigte meine Garmin auf dem 7. KM einen Schnitt von 4:02 auf dem letzten Kilometerabschnitt an. Schöner Mist!

Während ich noch leicht frustriert in Gedanken schwelge bekommen wir überraschend wieder festen Boden unter die Füße und es erscheint so was wie Zivilisation. Der nächste KM verstreicht und vor mir erscheint aus heiterem Himmel das offizielle „PSD LaufCup 7 Kilometerschild“ während meine Garmin mir 8 Kilometer suggeriert. Verdutzt blicke ich mich um und sehe über all nur Fragezeichen in den Gesichtern. Ich hatte wieder Zeit verloren und sah meine Bestzeit schwinden.

In der Hoffnung, die Veranstalter haben doch sicherlich einen Fehler mit den Schildern gemacht, laufe ich weiter und gebe nochmals alles was ich kann. Das Ergebnis war eine Pace von 3:56 und 3:51 min/km auf KM 8 und 9. So jetzt noch einen letzten Kilometer durchziehen und ich habe geschafft, doch weit und breit war kein Ziel in Sicht. Ich hadere und überlege ob ich wohl einen Fehler gemacht habe…bin auf die Halbmarathonstrecke gerutscht oder sonst irgendwo falsch abgebogen? Als ich über die Ziellinie laufe, stehen 11,2 KM einer Zeit von 43:57 Minuten gegenüber.

Ungläubig schaue ich im Ziel in noch ungläubigere Gesichter…anscheinend war ich nicht allein davon betroffen. So gut die Laune vor Beginn des Rennens war so unterdurchschnittlich war sie jetzt am Ende. Die Enttäuschung der Teilnehmer war sehr groß. Deutlich machten dies auch die Worte der Frauensiegerin Lena Schmidt, die beim Zieleinlauf Wörter benutzte die selbst der Laufreporter von www.laufreport.de nicht mehr wiedergeben wollte. Am Ende kam dann heraus, dass ein fehlender Streckenposten die Ursache für dieses Malheur war. Das bleibt den Teilnehmern auf jeden Fall im Kopf, da hilft auch eine Entschuldigung und der Hinweis, dass jeder Läufer für sich selbst verantwortlich ist nichts!

Bei all dem Ärgernis habe ich das wichtigste jetzt fast vergessen. Mit einem 3. Platz in meiner Altersklasse durfte ich mich erstmals auf einem echten Treppchen vor versammeltem Fachpublikum feiern lassen. Sau geil! Zwei weitere Treppchenplätze für den Chicken Express sicherten uns noch Claudia Wipfler als 2. platzierte und Anthony, ebenfalls 2. Platz.

Mehr als erwähnenswert sind natürlich auch die sehr guten Leistungen unserer gesamten Hühner – Laufgemeinde. 3 Treppchenplätze, neue Bestzeiten für Bianca und Claudi über 10 KM und ebenfalls eine neue Bestzeit für Vanessa über 5 KM. Hier noch die Ergebnisse im einzelnen:

In diesem Sinne…..Keep on

 

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