Lieber spät als nie……hier noch mein Bericht von Triathlon Rheinstetten.

Im Prinzip benötigt man nur 3 Zutaten für einen leckeren Schokokuchen. Schokolade, Butter und Eier, wobei letzteres auch für einen Triathlon nicht verkehrt ist und damit meine ich Männlein und Weiblein  🙂 . Hat man diese 3 Zutaten nach entsprechendem Rezept verquirlt, kommt nach 25 Minuten ein herrlich duftender und sehr leckerer Schokokuchen aus dem Backofen und zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht

Ebenso ist es beim Triathlon. Auch hier benötigt man nur 3 Zutaten, die einem nach vermengen in der richtigen Reihenfolge am Ende die Mundwinkel, wie beim Schokokuchen nach oben schießen lassen. Die Bestandteile für diesen Sport, für den ich in diesem Jahr zum 3. mal in Rheistetten an den Start ging, sind das Schwimmen, das Radfahren und das Laufen und zwar genau in dieser Reihenfolge…wer hätt´s gedacht.

Wie jedes Jahr saß anscheinend alles was schwimmen, radeln und laufen kann am 31. Januar um 20:00 Uhr vor dem Computer um einen der heiß begehrten Startplätze des Rheinstettener Triathlons zu ergattern. Unglaublich wie schnell der Counter auf der rechten Seite nach unten zählte…250…195…160…140…100…80… dann hatte ich es mit hängen und würgen geschafft…phhuuuu 🙂 Nach nicht einmal einer Viertelstunde war das Ding ausgebucht….Boooaahhh…!!

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen den Triathlon mit noch mehr Spaß und nicht zu verbissen anzugehen. Kurz vor dem Start dachte ich das ist auch ganz gut so, denn Schwimmtraining….tja, was soll ich sagen…ja schon aber…echt wenig…sehr wenig…also hatte ich in der ersten Disziplin schon mal gar keine Hoffnung meine Zeit vom letzten Jahr zu knacken. Radkilomter…hmm….ja schon aber echt wenig….sehr wenig….also galt es auch hier Zähne zusammenbeißen und durch :-). Lauftraining…ja natürlich viel….sehr viel sogar…doch auch klar dass ich erst vor kurzem einen 80 KM Ultralauf hinter mir hatte und der nächste 52er schon in einer Woche stattfinden wird. Großartig Tempotraining, bis auf einen 10 KM Wettkampf bei der Knielinger Rennerei (Bericht folgt), auch nicht statt. Also ihr seht ich staple schon mal sehr tief….hehehe…

Ich kann einfach nicht schwimmen

Sonntagmorgen 10 Uhr, die Sonne scheint und es hat 26 °C, gemeinsam mit der Rennschnecke und Marcus stand ich beim Schwimmstart am Epplesee. Wie im letzten Jahr war kein Neoprenanzug nötig. Der Startschuss knallt und ich stürze mich am Ende des Feldes in den See. Ich fange an zu kraulen…jaaa ihr hört richtig… 🙂 …nach 50 Metern ist allerdings schon wieder Schluss…ich kanns nicht, ich kanns nicht…ICH KANN ES EINFACH NICHT….heieieieiei….ich könnte kotz… im Schwimmbad bekomme ich mindestens 200 Meter am Stück hin, doch im See….tsssss. Egal ich hatte ja keine großen Ambitionen also schwamm ich in allen Lagen die es so gibt, Brust, seitlich links…seitlich rechts…Rücken…Brust. Mir war´s wirklich Wurscht wie das aussah, ich wollte nur wieder an Land und das schnellstmöglich. Nach 9 Minuten und 32 Sekunden war der hatte ich meine „Paradedisziplin“ beendet und ich stieg kurz nach der Rennschnecke aus dem Wasser. Ich blickte noch kurz zurück und siehe da…hey nicht als Letzter aus dem Wasser, da waren noch einige im Wasser die den gleichen Kampf kämpften wie ich.

Triathlon Rheinstetten

Die Pflicht ist geschafft! Nach 9:32 Minuten hatte ich das Schwimmen im Epplesee hinter mir. Jetzt noch die Kür 🙂

Triathlon Rheinstetten

Der Wechsel auf´s Rad hatte sicherlich noch schneller gehen können aber was soll`s…Hauptsache Spaß

Nach dem Wechsel auf´s Rad musste ich erstmal kurz durchatmen bevor ich die Kette auf das große Ritzel warf. Der Rundkurs an der dm-arena musste 2 mal komplett absolviert werden, in der 3. Runde ging`s dann gleich in Richtung Hallenbad zur 2. Wechselzone. Mit knapp 32 km/h im Schnitt kam ich nach 31:58 Minuten am Schwimmbad und somit in der Wechselzone an. Natürlich hab ich wie immer vergessen die Lap-Taste auf er Garmin zu drücken um meine Zeit in der Wechselzone zu stoppen aber wieder mal….was soll`s…Hauptsache Spaß  😀

Jetzt komme ich

Jetzt komme ich…… Feuer frei, Helm ab und wie der Blitz auf die Laufstrecke. Wie immer nach dem Radeln war der erste Kilometer noch etwas holprig aber danach legte sich das wieder recht schnell. Von der Zeit gegenüber dem letzten Jahr war ich noch in Schlagdistanz aber dafür hätte ich jetzt eine 4er Pace laufen müssen….ging nicht ganz! Doch genau wie im vergangenen Jahr konnte mit einer hohen 21er Zeit über die 5 KM noch viele Athleten überholen und mir so am Ende eine Platzierung im guten Mittelfeld sichern.

Triathlon Rheinstetten

Wie immer ein toller Zieleinlauf auf dem roten Teppich beim Rheinstetten Triathlon

Nach 1:07:46 erreichte ich den 94. Gesamtplatz von 203 Finishern im Einzelwettbewerb. Ich denke jedes Jahr darüber nach endlich mal gescheit Schwimmen zu lernen und mehr ins Radfahren zu investieren um bei diesem tollen Sport einfach noch eine Schippe drauflegen zu können bzw. auch längere Distanzen anzugehen…doch…Marathon und Ultramarathon nehmen einfach noch zu viel Zeit in Anspruch. Irgendwann…ja irgendwann….dann kann ich schwimmen….aber dann  😀

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