Zwischen Triathlon und Ultramarathon noch einen schnellen 10er einschieben? Sinnvoll? Hm…weiß nicht so recht…eher nicht, vor allem nicht zwei Tage vor einem Ultra. Was soll´s … Die zweite Auflage der Knielinger Rennerei wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen und außerdem hatte ich noch gute Erinnerungen an den Knielinger Eiskunstlauf aus 2014.

Kein Schnee im Juli

Von winterlichen Temperaturen und weißem Geflöck wie 2014 bei der 1. Knielinger Rennerei gab´s in diesem Jahr keine Spur. Klar es war der 21. Juli, wir sind im Sommer und das Gegenteil war der Fall. Heiß und schwül war es und mit beinahe 30 °C eigentlich viel zu warm. Aufgrund des 125jährigem Jubiläum hatten sich die Organisatoren entschieden den Lauf im Rahmen des Festes einzubinden. Das heutige 6 Mann/Frau starke Chicken Express Running-Team verteilte sich gleichermaßen auf den 10er und den 5er. Nils, Micha und ich liefen die Runde zweimal während Sophia, Claudi und Melissa sich bei der Hitze mit einer Runde auf dem 5er begnügten.

Hoppla
Knielinger Rennerei

Nach gut einem Kilometer lief ich bereits auf den 5. Platz

Triathlon und Ultramarathontraining fordern ihren Tribut und ich nahm mir deshalb auch vor, mich heute nicht völlig zu verausgaben. Doch auf die Tube zu drücken …. ist beim 10er ja selbstsprechend! Ein Blick in die Starterriege verriet, dass heute keine allzu großen Konkurrenten am Start waren, also sortierte ich mich mal hoffnungsvoll in der zweiten Reihe ein. Der Start gelang und das Feld setzte sich in Gang. Noch auf dem 1. Kilometer sortierte sich das Feld rasch ein und „Hoppla“ ich befand mich an Position 5. Während der spätere Sieger des 10 Kilometerlaufs Sven Wächter sich schnell vom Feld absetzte und sein eigenes Rennen lief, blieb ich mal ganz höflich in der Gruppe…in Schlagdistanz sozusagen  😀 .

 Zu schnelle Rennerei

Relativ schnell bildete sich ein Grüppchen mit 6-7 Mann, darunter aber auch 5 KM Läufer. Mit einer Pace von 3:53 – 3:56 -3:56 auf den ersten 3 Kilometern spürte ich schon dass ich dieses Tempo heute nicht durch laufen werde aber zu mindest bis KM 5 wollte ich das Tempo vom Vordermann halten. KM 4 und 5 lief ich sozusagen im Windschatten bzw. heute besser treffend hinterm Sonnenschirm namens Jürgen Singer. Mit 3:57 und 3:59 min/km lies ich es nach 5 KM auch gut sein, das Tempo war mir heute einfach zu schnell.

Gegrillt

Ab der 5 KM Marke ließ ich meinen Vordermann ziehen, mit viel Aufwand hatte ich dran bleiben können doch die Bretten Night52 in 2 Tagen würden mir anhin alles abverlangen, also Tempo raus und den 3. Platz verteidigen. Eine umspektakuläre Rennerei auf der  2. Runde, bei der ich, die andern Chickens, als auch alle anderen Läuferinnen und Läufer von der Abendsonne so richtig gegrillt wurden, neigte sich alsbald dem Ende zu. Nur noch über den Parkplatz, in den Zielkanal und schwupp….nach 41:49 Minuten war der 3. Gesamtplatz im Sack. Nils kam mit toller Leistung als 6platzierter ins Ziel und Micha rundete mit dem 12. Platz unsere guten Ergebnisse beim 10 Kilometer Wettkampf ab. Unsere Mädels haben ihre Sache bei den besonderen Wetterverhältnissen ebenfalls gut gemeistert. Sophia konnte mit einer Zeit von 33:43 Minuten den 28. Gesamtplatz belegen. Meine Claudi und Töchterchen Melissa sicherten nach längerer Trainingspause mit einer 40er Zeit das Feld nach hinten ab  😀 .

Knielinger Rennerei

Als Drittplatzierter durfte ich mal wieder auf´s Treppchen 🙂

Nusszopf und Siegerehrung

Nachdem der Flüssigkeitshaushalt wieder hergestellt war, konnte ich dann auch dem bereitgestellten leckeren Nusszopf nicht widerstehen. Zu guter Letzt durfte natürlich die Siegerehrung nicht fehlen. Für meinen 3. Platz gab´s eine schöne Bronzemedaille, eine Urkunde ein Handtuch und natürlich den Applaus des Publikums.

Knielinger Rennerei

Die Zeit selbst war nicht so prickelnd aber um Treppchenplätze mitzulaufen macht sogar noch viel mehr Spaß

Wie man hört, wird die Knielinger Rennerei das nächste Mal wieder im Winter stattfinden. Das heißt für mich jetzt schon mal die Schlittschuhkufen schleifen und an der eingesprungenen Sitzpiourette und am doppelten Rittberger zu feilen, denn diese werden wohl bei der nächsten Austragung wieder von Nöten sein.

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