WLS Rheinzabern hin, PSD LaufCup her, letztendlich sollte einfach eine neue Bestzeit her. Der erste Lauf der Winterlaufserie in  Rheinzabern über die 10 Km Distanz passt wunderbar in den Dezember, denn hier lässt sich gleich mal feststellen wie es um die Form bestellt ist. Ganz nebenbei war der schnelle Kurs in der Pfalz auch Austragungsort des 1. Lauf´s des PSD LaufCup 2017. Nach einem Jahr Pause kommt die beliebte Laufserie wieder zurück und präsentierte sich zuallererst einmal mit einem gaaaaanz tollen Plakat wie ich persönlich finde. Vor allem das Trio oben links ist doch unschlagbar 🙂

Warum nicht

Zuletzt nochmals kräftig Intervalle gebolzt, erhoffte ich mir zum Jahresabschluss nochmals eine gute Zeit auf dem 10er oder vielleicht sogar noch einen PB? Na gut es ist Dezember aber komischerweise purzeln die Zeiten in Rheinzabern recht oft und immer wieder hört man beim „Kaffee danach“ die Wörter ..“bin Bestzeit gelaufen“…also warum nicht.

So schnell ich kann

Mit einer kleinen Abordnung unseres Chicken Express Running-Teams ging´s um 10:05 Uhr an den Start. Ganz besonders freute ich mich über das Comeback unseres Wadenbeißers Edy „The Terrier“, der nach einem Dreivierteljahr Verletzungspause wieder mit an Bord war. Nach 2-3 Warmlaufrunden auf der Bahn machte sich unser Grüppchen auf in Richtung Start. Auf dem Weg dorthin begegnete ich noch Laufkumpel Goran von der ASG Tria Hockenheim, der mir gleich von seinem Plan unter 39 Minuten laufen zu wollen erzählte. „Passt“! sage ich, wohl wissend dass ich mich seit Freitag nicht so ganz auf der Höhe fühlte, irgendwas schlummerte in mir. Naja was soll`s denke ich, ich lauf einfach so schnell ich kann, so lang ich kann. Kaum in der Startaufstellung treffe noch Mike vom Tri-Team SSV Etltingen, mit dem ich mich auch schon das eine oder andere mal zu schnellen Zeiten gelaufen war. Eigentlich konnte ja jetzt nix mehr schief gehen. Umringt von schnellen Läufern, schnelle Strecke und bis auf den Wind prima Wetter.

Goran macht Druck

Als der Startschuss knallte ging`s los und wir mussten uns erst einmal durch die Massen kämpfen. Wir hatten uns etwas zu weit hinten eingereiht. So kam es, dass der 1. KM trotz Rückenwind erst nach 4:05 Minuten verstrich. Dann wurd´s ernst, Goran machte ordentlich Druck und eh ich mich versah flog der 2. KM nach 3:48 Minuten an uns vorbei. Das Feld hatte sich inzwischen auseinander gezogen, so dass man ohne größere Ausweichmanöver voran kam. Die beiden nächsten Kilometer liefen noch ganz gut, wobei es der Feldweg nach Hatzenbühl wegen des Gegenwinds ordentlich in sich hatte. Goran war super drauf und motivierte mich auf die vor uns laufende Gruppe aufzuschließen und so den Wind etwas aus den Segeln zu nehmen.

Aussteigen?

So langsam spürte ich dass es eng wurde. Zwischen Kilometer 4 und 5 musste ich Goran dann leider ziehen lassen, das war verdammt hart. Zum ersten Mal musste ich mich ihm geschlagen geben. Und als ich dachte jetzt kann ja eh nichts mehr passieren, überholt mich auch noch Mike mit seinen Triathleten. Und nun? Ich musste etwas Tempo raus nehmen, es ging einfach nicht, so sehr ich auch wollte. Sogar ein kurzer Gedanke aus dem Rennen auszusteigen überkam mich. „NEIN“! sagte ich zu mir und setzte mir für heute kurzum mein Minimalziel. Unter 40 Minuten wollte ich bleiben.

Das Ding einfach heimlaufen

Meine Zwischenzeit von 19:50 Minuten nach der Hälfte des Rennens ließ auf nun auch auf keine PB mehr hoffen, doch die Sub 40 war noch möglich. Einfach nur das Ding im 4er Schnitt heimlaufen. Eigentlich kein Problem aber heute war es harte Arbeit. Zum Glück gibt es in Rheinzabern ja Unmengen an schnellen Läuferinnen und Läufern, so dass ich keine Mühe hatte mich irgendwo ein wenig hinten dran zu hängen. Nach 30 Minuten kam ich endlich bei der Start/Ziel-Unterführung vorbei und musste nun nur noch einmal kurz nach Jockgrim und wieder zurück.

Mit Vollgaus auf die Zielgerade

Nach kurzer Zeit kam mir schon Hannes entgegen, er war mal wieder pfeilschnell heute. Meine Schritte wurden nun immer schwerer und ich sehnte mich wie selten nach dem Ziel. Bei Kilometer 9 angekommen wurde es ernst. Meine nagelneue Garmin Forerunner 235 ließ mich wissen, dass ich jetzt keine Zeit mehr zu verschenken hatte. Also gab ich auf dem letzten Kilometer nochmals alles was ging, sogar ein paar Läufer konnte ich noch überholen. Am Ende dann ein letztes mal die Unterführung und dann mit Vollgas auf die Zielgerade. Mit letzter Kraft schlich ich mich noch schnell an 3 weiteren Läufern vorbei und dann war es geschafft. Nach 39:49 Minuten war das Ding im Sack. Am Ende war der Lauf für mich leider nur Mittelmaß, und ganz ehrlich….nichts ist scheißer als Mittelmaß….natürlich im Bezug auf die eigene Leistung…. doch vorwerfen mag ich mir nichts, ich hatte alles gegeben.

Rüsselseuche

Am späten Sonntagabend kam SIE dann…..SIE hat voll zugeschlagen! Eine fette Erkältung hat mich erwischt und saß mir bestimmt schon länger im Nacken. Nun lässt sich auch meine Leistung etwas besser einordnen. Am 8. Januar geht es wieder nach Rheinzabern zum 2. Lauf der Winterlaufserie über 15 KM. Das ausgegeben Ziel für mich ist unter 60 Minuten zu laufen. Sobald ich jetzt also die Rüsselscheuche vom Hals hab´geht´s wieder raus auf die Piste  😀

Hier noch die Ergebnisse vom Chicken Express Running-Team:

Ergebnisse

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