Der Ultramarathon des RLT Rodgau stand für mich dieses Jahr nach 2015 das zweite mal im Rennkalender. Nach einem vorsichtigen herantasten (4:12 Stunden) im Dauerlauftempo an die 50 KM Distanz im letzten Jahr, ging ich dieses Jahr wieder gemeinsam mit Kumpel Hannes an den Start. Kein Renntempo und auf keinen Fall ans Limit gehen war die Prämisse für mich aber unter 4 Stunden wollte ich laufen. Für Hannes mit einer Marathonbestzeit von 2:50h sowieso kein Problem, doch ich musste etwas mehr auf die Tube drücken als vergangen Winter.

Kurz vor dem Start mit Claudi, Anni und Hannes

Gemeinsam mit unseren Frauen ging`s in aller Herrgottsfrüh auf nach Rodgau.Unsere Laufbekanntschaften Bart, „Überallläufer“ Christoph,  Marcus „Freund Triathlet“ trafen wir auch noch vor dem Lauf. Nach ein wenig Palawer über Dies und Das, stieß noch Organisatorin Anni vom RLT Rodgau zu uns und plauderte einige Minuten aus dem Nähkastchen  :-). Leider gingen wir mit unserer Zeit ein wenig zu sorglos um und mussten zum Schluss sogar noch zum Start rennen um nicht zu spät zu kommen…das ging ja gut los. Es hat dann doch noch gereicht, sogar ein kurzes Schwätzchen mit Laufjunkie Dominic Freiburger war noch drin.

Die ersten 40 KM

Hört sich bescheuert an aber die ersten 40 Km vergingen tatsächlich wie im Flug. Die ersten 3 Kilometer hielten wir uns wie abgemacht etwas zurück und segelten gediegen und über Gott und die Welt schnatternd im 5er Schnitt über die Piste. Dann nahmen wir planmäßig etwas Fahrt auf und liefen relativ konstant im Pacebereich zwischen 4:52 – 4:45 min/km. Was soll ich sagen, klar es war zu Beginn des Rennens arschkalt, doch der herrliche Sonnenschein machte das mehr als erträglich. Es ist doch eigentlich kaum zu glauben aber der 5 Kilometer Rundkurs ist abwechslungsreicher als so mancher Halbmarathon oder Marathon. Gerade das Überholen oder auch überholt werden, das Überrunden oder das Überrundet werden, 10 mal an der gut bestücken Verpflegungsstelle vorbei oder auch die Unterhaltung im Start-Ziel Bereich, durch die Moderatorin Gaby Gründling von Laufticker, lassen auf den 10 Runden absolut keine Langeweile aufkommen. 3 Stunden und 15 Minuten quatschten Hannes und ich also über´s Laufen…unsere Jahresplanung an sich gibt ja schon so einiges an Gesprächsstoff her und hey….wann hat man schon mal soooo viel Zeit über Sachen zu plappern die nur Läuferinnen und Läufer nachvollziehen können :-). Kurz um es war einfach herrlich! Unsere Frauen liefen heute ebenfalls auf dem Feld-Wald- und Wiesenkurs. Ein Langer Lauf über 30 KM stand bei Claudi auf dem Plan…..Vorbereitung auf den Bonn Marathon. Hanne´s Anni begleitete mein Herzblatt  beim Long Run.

Wir beide hatten Spaß und die Welt war hier noch mehr als in Ordnung 🙂

Wadenkrampfproblemchen

Nun war es aber an der Zeit noch eine kleine Schippe drauf zu legen, denn wir wollten ja unter 4 Stunden bleiben. 45 Minuten hatten wir noch Zeit und mussten somit den letzten 10er im 4:30er Schnitt laufen. Ansich kein Problem aber nach 40 KM in den Beinen, wenn auch „locker“, ging das für mich gar nicht mehr so locker. Die Salztabletten gegen mein Wadenkrampfproblemchen hatte ich heute leider vergessen und es kam wie es kommen musste. Auf den letzten 5 Kilometern musste ich 3 mal in den Graben um meinen linken Waden auszudehnen. So ein Mist! Na gut im Prinzip war´s ja Wurscht denn Rodgau war und ist immer ein überlanger Grundlagenlauf ohne all zu großen Blick auf die Endzeit.

Auf den letzten 10 Km lief es bei mit nicht mehr ganz so locker….im Gegensatz zu Hanes

Am Ende trudelten wir zwei Hübschen nach 4:01:41 Stunden über die Ziellinie. Geschafft! Mein 4ter Ultramarathon war im Sack! Nach ca. 10 Bechern Malzbier welches es bei der Zielverpflegung gibt war die Welt dann auch wieder in Ordnung. Eine heiße Dusche und der Verpflegungsklassiker (Linseneintopf) in der Halle rundeten unseren Tag wunderbar ab. Ich würde mal sagen die Laufsaison kann kommen….ach ja…danke lieber Hannes für deine Begleitung und dickes Lob an unsere Frauen, die den Rundkurs 6 mal umrundet hatten und souverän 30 KM abgespult haben 🙂

Nach dem Lauf nahmen wir mal noch schnell Extremsportler Achim Heumeckes in die Zange 🙂

 

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