Eine Crew ist ja bekanntlich eine Gruppe, die für eine bestimmte Aufgabe zusammengestellt wird. Beim Himmelfahrtslauf in Wössingen hat jemand eine besonders tolle Gruppe zusammengestellt. Die kleine aber feine Veranstaltung macht wirklich richtig Laune. Der Parkplatz, die Startnummernausgabe, die Toiletten,  der Start, das Ziel, ja einfach alles auf Bierdeckelradius, perfekt! Feiertagsmorgens um 7:00h aufstehen ist natürlich nicht Jedermanns Sache, für Laufbegeisterte aber keine Seltenheit und für den „CREW“ macht man das dann auch wirklich sehr gerne.

Außer unserem Kater, der sich genüsslich in seinem Katzenkörbchen räkelte war unsere ganze Familie am Start. Heute stand für mich der 10er „nur“ im Zeichen eines Tempodauerlaufs von daher konnte ich den 5er vorab mit unserer kleinen Tochter „Melo“ einfach mal ein bissel genießen.

Da auch die 5 KM Strecke mit einigen Höhenmetern gespickt ist machte ich klein Töchterchen klar dass es heut nix mit Bestzeit wird. Knapp unter 33 Minuten war sie schon mal gelaufen, ich dachte um ehrlich zu sein nicht, dass sie das heute auf der etwas schwierigeren Strecke unterbieten könnte. Hinten im Feld begannen wir beide das Rennen und schlossen uns  drei  jungen einheimischen Mädels an, die mit ein wenig Mucke aus dem Smartphone den Takt vorgaben.

Gediegen ohne viel Stress cruisten wir beide also durch die schöne Wössinger Landschaft. Ehe wir uns versahen passierten wir nach ……Minuten auch schon die Wende bei KM 2,5. Es lief gut bei Melo und jetzt waren wir ja schon wieder auf dem Rückweg. Wir überholten sogar 2 Läuferinnen und schlossen langsam auf einen weiteren Läufer auf. Der letzte Kilometer tat ihr dann doch etwas weh, dennoch hat sie sich prima durchgebissen und die Ziellinie nach 31:…. Minuten erreicht! Wow…Bestzeit!   Herzlichen Glückwunsch nochmal kleiner Hosenscheisser ☺

15 Minuten später hieß es dann für mich nochmals an den Start. Der 10 KM Lauf war für mich heute eine gute Möglichkeit im Rahmen eines Wettkampfs einen Tempodauerlauf mit Höhenmetern zu absolvieren. Mit am Start waren noch Claudi, Vanessa und Carsten vom Chicken Express Running-Team. Der Startschuss fiel und die Meute setzte sich in Gang. Erst mussten wir zwei mal um den Sportplatz und dann ging´s raus ins „Freie“. Der erste KM lief ganz gut, wenn auch etwas zu schnell in 4:01 Minuten. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon die erste leichte Steigung und ich nahm bewusst etwas Tempo raus um meinen Puls nicht gleich total in die Höhe zu treiben….kein Wettkampf…nur TDL sagte ich mir. Diese besondere Situation lies es mit zu, den Lauf im gewissen Sinne sogar etwas zu genießen und die herrliche Landschaft aufzusaugen.

Das Höhenprofil des Wössinger Himmelfahrtslaufs

Nach 3 KM war´s dann auch soweit. Der erste Anstieg kam und den Läufern trieb`s die Schweißperlen auf die Stirn. Langsam sammelte ich immer mehr Läuferinnen und Läufer Stück für Stück ein. Als ich dann dachte jetzt sind wir oben angekommen, ging´s um die Kurve und ein weiterer steiler Hügel lies die Oberschenkel brennen. Bei KM 4,5 war´s dann aber auch geschafft. Wer nun noch Dampf auf dem Kessel hatte konnte es auf dem nächsten Kilometer und dem folgenden Bergabstück richtig laufen lassen. Diese Einladung nahm auch ich gerne an und rauschte den Berg wieder runter, was für ein Spass 🙂

Ab hier war es noch ca. 1 Km bis ins Ziel Foto: tz.sportfotos

Der letzte Kilometer lag vor mir und ich entdeckte Peter Beil von der LSG Karlsruhe vor mir. Ich fühlte mich noch ziemlich gut und beschloss auf ihn aufzulaufen und wenn möglich nach der letzten kleinen Erhebung kurz vor dem Stadion zu überholen. Der Plan ging auf und nach 43 Minuten und 52 Sekunden lief ich immerhin noch als 19ter in Ziel. Mit seinen Höhenmeter und der herrlichen Landschaft machte der Kurzweilige Himmelfahrtslauf in Wössingen richtig Spass und schreit auf alle Fälle nach einer Wiederholung im nächsten Jahr, dann aber volle Möhre :-).

Claudi und Vanessa in der Stadionrunde Foto: tz.sportfotos

Mit einem Durschnittspuls von 159 bpm lief ich nahezu perfekt an meiner Laktatschwelle. Besser konnte das eigentlich gar nicht laufen. Meine Zwei Damen liefen ebenfalls einen Trainingslauf und kamen nach 1:11:37 Std. in Ziel. Carstens Leistung mit 52:37 Minuten war ebenfalls eine prima Leistung. Für ihn gab es heute allerdings kein Foto :-)….

Klar ist schon mal, dass uns der CREW im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder sieht. Und jetzt heißt es für mich noch einmal schlafen und morgen beim Dämmermarathon als Pacemaker eine 3:29:59 Std. laufen.

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